
Dallas, Texas
Samstag, 30.September
Howdy Folks!
- Dank Jetlag wachen wir sowieso viel zu früh auf und Matthäus und ich beschließen, das auszunutzen und eine Runde laufen zu gehen
- Wir haben unsere Laufstrecke durch Downtown gelegt und bekommen so ein bisschen einen Eindruck von der Stadt, die noch ein bisschen verschlafen ist und erst langsam aufwacht
- Das Gute ist, jetzt um 8h in der Früh sind die Temperaturen noch aushaltbar, denn untertags hat es immer noch so 36 Grad
- Zum Frühstücken gehen wir in den Social Club, der gleich bei der Grenze zu Deep Ellum liegt und riesig ist: Es gibt hier eine Bowling Halle, mehrere Spielautomaten, Karaoke, etc. etc. – die Tische befinden sich in einer riesigen Halle, in deren Mitte eine Bar ist und in der sogar die vielen Tische ein bisschen verloren wirken, genauso verloren wie wir, die ganz alleine in dem riesigen Raum sitzen
- Wir setzen uns auf eine klassische amerikanische Diner-Sitzecke und bestellen ganz klassisch amerikanischen Brunch, sehr ungesund, leider geil und die Portionen sind riesig
- Der Filterkaffee kommt in ebenso riesigen Heferln und man bekommt gratis refills, zwei Punkte, die ich sehr befürworte
- gemeinsam planen wir unsere Tage nach der Hochzeit, an denen wir beschließen, von Las Vegas aus eine Grand Canyon Tour zu unternehmen – die Flüge und Mietauto sind schnell gebucht
- dann geht es auf zu einem Highlight: Dem Texas State Fair

- Der Texas State Fair ist wie ein riesiger Jahrmarkt, der jedes Jahr zwei Wochen lang hier stattfindet und viele Menschen von überall aus den USA und auch von weiter her anzieht
- Und das zu Recht – es ist ein Spektakel
- Schon beim Eingang sind wir von Eindrücken überwältigt: Stände, an denen man Essen und Trinken kaufen kann, wechseln sich ab mit Ständen, an denen man Jahrmarkt-Aktivitäten wie Dosenwerfen machen kann, und dazwischen drängen sich die Menschenmassen von luftig gekleideten Menschen mit Sonnenbrillen, Texanischen Strohhüten und Cowboystiefeln, die fast alle etwas zu essen oder etwas zu trinken oder ein riesiges Plüschtier in der Hand halten
- Gleich beim Eingang sehen wir einen „Biergarten“, der tatsächlich nett aussieht und die Münchner Seite von Julian wird sofort wie magnetisch von diesem angezogen
- Wir gehen also zum Stand und sogleich werde ich von den Verkäufern hinter der Theke auf mein „Nothing But Yhieves“ T-Shirt angesprochen – Made my day!
- Wir erzählen, dass wir sie gestern live in The Factory gesehen haben und der Typ erzählt uns, dass es eigentlich Bomb Factory heißt, da hier im zweiten Weltkrieg Bomben gefertigt wurden, und es seit den 90ern eine der größten Music Venues von Dallas ist.
- Gemütlich mit einem Bier ausgerüstet betrachten wir eine Weile das Treiben, bevor wir uns in die Masse schmeißen


- Wir schieben uns zum Big Tex, einer riesigen Statue von einem Cowboy mit Hut und ohne Pferd, vor der wir natürlich ein Foto schießen – da sind wir in guter Gesellschaft
- Davor essen wir auch ein für hier typisches Essen: Corn Dogs, das sind so eine Art Hot Dogs mit Maismehl und frittiert, sehr lecker

- Ab geht es zu unserem absoluten Must Do Punkt, dem Schweinerennen
- Rund um die Arena stehen schon mehrere Tribünen bereit, alle leider in der prallen Sonne, vor der es einfach kein Entkommen gibt, als sich einmal eine sehr kleine Wolke vor die Sonne schiebt und uns ca. eine halbe Minute lang Schatten spendet, wird vom gesamten Publikum laut applaudiert
- Das Rennen ist ein Spektakel: Ein Typ moderiert das Ganze sehr animiert und das Publikum spielt gut mit
- Julian: „Ich hab ein Schwein noch nie rennen gesehen – das einzige war noch das Spanferkel, wie schnell es rotiert.“
- Die Schweine sind deutlich schneller als ich erwartet hätte und treten zu viert gegeneinander an – der Gewinner bekommt ein Keks, obwohl im Endeffekt alle immer fast gleich schnell sind, so dass das Keks zwischen den vier Schweinen geteilt wird

- Nach dem Schweinerennen begeben wir uns in den Cattle Bereich, in dem alle möglichen Tiere von Pferden über Schafe bis zu Ziegen zur Schau gestellt werden. Es gibt auch Wettbewerbe, deren Ablauf und Rankingsystem für uns allerdings unergründlich bleibt. Eine Reihe Ziegen wird zum Beispiel von mehreren wie Cowboys gekleideten Kindern und Jugendlichen vor einer Jury präsentiert. Die Jury besteht aus Cowboys – das Original mit Jeans im Schlaghosenstil, Stiefel und Cowboyhut – die sich nachdenklich die Ziegen anschauen um dann einem Schriftführer ein paar Worte zu sagen.
- Nun ist es Zeit für eine Erfrischung und ich besorge einen Eistee, der in einem riesigen Texas State Fair Cup mit Strohhalm serviert wird, den wir dann gleich behalten und der sich tatsächlich bei unseren folgenden Roadtrips als praktisch erweist.
- Eine Mutter kauft eine kleine Flasche Wasser und gibt die offene Flache ihren Kind, welches quietschfidel die Flasche auf den Kopf stellt und den gesamten Inhalt auf den Boden leert. Die Mutter mit entsetztem Blick: „Why did you do that? I just bought it!“ Julian, der dahinter steht und gerade einen Schluck aus seiner Flasche nimmt, prustet los.
- Wir schauen in ein Glashaus, in dem eine Sustainable Agriculture Ausstellung ist, in der wir lernen wie Pflanzen, darunter hauptsächlich Gemüse, auf eine umweltschonendere Art in Gewächshäusern kultiviert werden können – sehr spannend
- Wir kommen an einem Park voller Dinostatuen vorbei, von denen einer als „Sauroposeidon“ mit Übersetzung Lizard Earthquake God bezeichnet ist. Julian: „Jaja, der Gott hat 50 Zuständigkeiten und das ist Nummer 49.“

- Wir finden unseren Weg in eine riesige Halle, in der man vom Griller über Gartensofa und Gartenbar bis hin zu Betten alles erdenkliche kaufen kann. Matthäus‘ Kommentar dazu: „Hier kann man sein gesamtes Haus einrichten – fehlt nur noch, dass man das Haus selbst kaufen kann.“
- Unser Weg führt weiter durch ein riesiges Gelände mit großen Pavillons, die uns an den Soviet Union Park in Moskau erinnern. Jeder Pavillon ist einem der Staaten gewidmet, denen Texas im Laufe der Zeit angehört hat. In den Pavillons befinden sich Autoausstellungen und sie sind auf gute amerikanische Manier runtergekühlt wie ein Eiskasten.
- Der nächste Programmpunkt ist die Hundeshow: Hier dreht sich alles um Hunde, Kunststücke wie Saltos, Hoch- und Weitsprung, Parcours und Frisbee Fangen. Die Trainer machen eine tolle Show draus und das Publikum ist begeistert. Diesmal gibt es Schatten, weshalb nur die eine Hälfte der Tribünen besetzt ist.

- Zum Schluss schauen wir noch in eine Ausstellung über den Dia de los Muertos. Kaum betritt man den Ausstellungsraum, fühlt man sich wie in einer anderen Welt: Der Raum ist leicht abgedunkelt und vollgestellt mit deckenhohen Skulpturen, die den Tod repräsentieren, Ständen, auf denen handgemachte Dinge verkauft werden, und dazwischen hängen bunte Tücher und Girlanden von der Decke. Es ist farbenfroh, bunt und laut. In oberen Stockwerken gibt es Galerien, wo Kunstwerke zum Thema Dia de los Muertos ausgestellt sind.

- Retour ins Hotel und auf zu Michi und Julias Vor-Hochzeits-Empfang in einer kleinen Brauerei. Wir probieren uns durch die Bierauswahl und treffen andere Hochzeitsgäste, was sehr nett ist.
- Es gibt einige kleine Spiele, wie das Vogelspiel: Jeder bekommt eine Karte mit einem Vogel darauf umgehängt und „muss die Person finden, die den gleichen Vogel hat“ (Zitat Marie). Korrektur, da missverständlich: Muss die Person finden, die die Karte mit dem gleichen Vogel besitzt. Ich habe Glück und meine Partnerin ist sehr ambitioniert, weshalb wir das Spiel innerhalb von einer Viertelstunde schon beendet haben.
- Es gibt zwar Essen, doch wir kommen erst so spät drauf, dass bis dahin schon alles aufgegessen ist. Zu unserem Glück gibt es später noch Brezeln und Pizza.
- Irgendwann macht die Veranstaltungslocation zu und wir werden rausgeschmissen. Darum setzen wir uns noch draußen in einer kleinen Gruppe auf ein, zwei Bier hin, bevor wir ein Uber heim bestellen.
Sonntag, 1. Oktober
Julia und Michis Hochzeit
- Nicht ganz so früh und nicht ganz so fit stehen wir heute auf. Wir beschließen, zum Frühstück/ Mittagessen in das mexikanische Lokal zu gehen, das unser mexikanischer Taxifahrer vom Flughafen uns empfohlen hat. Julian schaut die Öffnungszeiten nach und wir wundern uns ein bisschen, denn es hat am Sonntag von 11 am bis 3 pm offen. Da können wir uns allerdings nicht beschweren, denn vor elf sind wir eh nicht aufgestanden und um drei beginnt die Hochzeit, weshalb die Öffnungszeiten für uns perfekt sind.
- Es liegt total nett mit einem überdachten Bereich zwischen zwei Häusern, in dem die Essenstische aufgestellt sind. Ich mach meinen Entrance mit einem Limbo durch das halb geöffnete Garagentor und prompt wird mir schwindlig. Die Ladies am Empfang sind supernett und es stellt sich heraus, dass wir schon wieder ein Mordsglück haben: Denn jeden Sonntag von elf bis drei gibt es ein All-You-Can-Eat Brunchbuffet. Es gibt sehr viele verschiedene mexikanische Leckereien, durch die man sich leider aufgrund von Kapazitätsproblemen nicht alle durchprobieren kann. Der mexikanische Kaffee ist köstlich, genauso wie die Limonade mit Basilikum.

- Es gibt eine superscharfe Soße, die das handgeschriebene Label „El pito de diablo“ trägt, und wir mit unseren nichtvorhandenen Spanischkenntnissen fragen uns, was das wohl bedeutet. Julian schreibt einem spanischen Freund und prompt kommt die Antwort zurück: Der Penis des Teufels

- Wir sitzen gemeinsam auf einem runden Tisch mit einem Texaner, der erzählt (und auch so ausschaut), dass er regelmäßig hierherkommt, da das Essen so gut ist. Er empfiehlt uns eine Reihe Sehenswürdigkeiten in Texas, die wir leider alle nicht besuchen können, da wir Dallas am Montag schon wieder verlassen.
- Der Typ ist überhaupt ein bisschen kurios, er hat ein Leiberl an, auf dem zwei Guns abgebildet sind und spricht seeehr laaangsam mit uns, ein bisschen als wären wir ein bisschen dumm oder würden ihn sonst nicht verstehen
- Sonst genießen wir das Essen und den Kaffee und sind ganz froh, so gut gegessen zu haben, denn als nächstes geht es zur Hochzeit, wo es dann erst wieder am Abend Essen gibt
- Wir machen uns also auf den Weg zur Kirche, die sehr schlicht, aber schön ist
- Der Einzug ist sehr lang (Julia hat schließlich auch 5 Trauzeugen und Michi 6), aber sehr rührend und der Gottesdienst eher kurz, aber auch sehr schön
- Nachher geht es mit dem Uber (zu Fuß wären es 50 Minuten, mit dem Auto sind es 10 Minuten – so viel zur Fußgängerfreundlichkeit von Dallas) zur Hochzeitslocation, einem Lokal in unserem bisherigen Lieblingsviertel Deep Ellum
- Die Location ist sehr artsy, passend zum ganzen Viertel, ein kleines bisschen heruntergekommen, aber gleichzeitig stylish, voller Grafitti, kunstvoll dekoriert und sehr gemütlich – es passt perfekt zu Julia und Michi
- Wir kommen als eine der ersten bei der Location an, da wir direkt von der Kirche her gefahren sind – einige andere haben offenbar noch einen Zwischenstopp im Hotel gemacht
- In der Sonne ist es ganz schön warm, aber wir finden einen tollen Platz im Schatten und kommen ein bisschen ins Gespräch mit anderen Gästen, unter anderem einen Wissenschaftler, der Michi vom Doktorat in London kennt und einem Onkel von Julia, der eine Farm in Texas betreibt – dadurch kommt ein interessantes Gespräch zustande: während der Onkel, der einen rein landwirtschaftlichen Betrieb führt, von seinen Projekten mit Urgetreide, das irgendetwas mit Moses und Jesus zu tun hat (was, weiß ich auch nicht mehr genau), erzählt und von Klapperschlangen, die es bei ihnen zu Hauf gibt, stellt der Wissenschaftler-Freund ihm interessiert detaillierte Fragen zum Anbau, Düngen und zur Landwirtschaft und die Antworten werden aus ihren verschiedenen Perspektiven diskutiert
- Kurz darauf treffen wir einen Cousin von Julia, der meint „Jaja, der Teil der Familie aus dem Julia ist, ist super, aber mein Teil der Familie ist ein bisschen crazy“ – er ist aber sehr nett und wir unterhalten uns sehr gut mit ihm
- Benjamin, Julias Bruder, hat offenbar eine Firma, mit der er unter anderem so Drehfotoständer vermietet (oder verkauft?), die gerade sehr in zu sein scheinen – man kann sich das folgendermaßen vorstellen: Als Gruppe kann man sich auf eine Drehscheibe stellen, um die dann eine Kamera in der Größe eines IPADs, die an einer Art Selfie Stick unten an der Drehscheibe montiert ist, rotiert und eine Art 3D Foto schießt (also eine Reihe von Fotos aus allen Perspektiven, die dann zusammengereiht werden) – das scheint wirklich DAS Ding zu sein zur Zeit, denn wir sehen massig dieser Drehscheiben in Las Vegas am nächsten Tag

- Zum Tanzen ziehen wir hinein, es herrscht ausgelassene Stimmung, eine sehr gute Feier und gerade als die Feier so richtig in Schwung kommt, werden wir aus der Location geschmissen
- Wir ziehen also weiter: alle rennen Julia und Michi nach zu einer Loft, die so eine Art Künstlerloft ist, die man zur Location dazu bekommen hat
- Allerdings ist unsere Gruppe noch zu groß, drum ziehen wir stattdessen weg von der Loft in eine Bar, die voll gemütlich und voll Deep Ellum Style ist und in der wir ein bisschen chillen, bevor es – jetzt schon als kleinere Gruppe- retour in die Loft geht
- Die Loft ist skurril: Direkt, wenn man hineinkommt, befindet sich eine Küche, die dann übergeht in einen riesigen, hohen Raum, der sehr spärlich eingerichtet ist, wodurch das Ganze sehr kalt und verloren wirkt – es steht ein (nicht so einladendes) Sofa in einer Ecke und ein langer Tisch mit Rollsesseln, der nach Meeting anmutet, in der Mitte, oben ist noch ein weiteres Stockwerk, das galerieartig in den Raum hineinragt und ein bisschen ein gemütlicheres Flair hat
- Wir unterhalten uns ganz gut mit einem anderen Cousin von Julia, der sich auch als sehr nett herausstellt, bis ein Großcousin oder so ähnlich dazukommt, der uns ein bisschen zuquatscht und uns sehr oft erzählt, wie Julias Großmutter die Schwester seiner Großmutter war und wie toll das nicht ist, dass sie alle eine Familie sind und wie toll nicht ihre Familie ist, und wie sie sich alle gegenseitig so super unterstützen – zwischendrin unterbricht er hie und da seinen Monolog und umarmt wild Julias Cousin und sagt ihm „I love you, aah our family is so smart“
- Irgendwann haut der Großcousin Folgendes raus: „Why is Texas not sunk in the golf of Mexico yet? Because Oklahoma sucks.”
- Wir erfahren von ihm auch, dass die Fahne von Texas die einzige Fahne eines Amerikanischen Bundesstaats ist, die so hoch hängen darf wie die USA Fahne, da Texas eine Zeit lang ein eigener Staat war – ein gewisser Patriotismus lässt sich erkennen
- Als er weitergezogen ist, frage ich Julias Cousin: „Wer war das bitte? Wie hat er noch mal geheißen?“ Und er antwortet schulterzuckend: „Some cousin of mine. And no idea.“
- Julian fragt randomly zu später Stunde in die Runde: „Was für ein Geräusch macht eigentlich ein Reh?“ Matthäus: „Klonk – wenn’s dir in dein Auto rennt.“
- Sonst kommt nicht mehr so viel Schlaues aus diesem Abend heraus, wir spazieren heim und ab ins Bett
Montag, 2.Oktober
„It’s 4 Dollars, ah and did I mention the additional service costs of 40 Dollars?”
- Aufstehen, Zombiemodus
- Julian um 11h, als er uns versichern möchte, dass wir eh nicht so lange zum Flughafen brauchen werden: „Es ist eh…..(schaut auf seine Uhr)….Montag“
- Wir spazieren Richtung John F. Kennedy Memorial, denn JFK wurde hier am 22. November 1963 erschossen
- Dabei passieren wir eine riesige Cattle Statue, genauer genommen viele bronzene Skulpturen von einer Gruppe von Kühen, die den Fluss hinunter ziehen zusammen mit zwei Cowboys – die 40 Kühe und 2 Cowboys bilden das größte Bronzemonument der Welt und sind in einem Park zur Schau gestellt

- Das JFK Memorial stellt sich als schlicht, aber auch sehr eindrücklich heraus und ist nicht weit entfernt von der Stelle, an der JFK erschossen wurde, die mit einem weißen Kreuz mitten auf der Straße markiert ist – die Straße ist im Übrigen immer noch stark befahren, also ein Foto mit dem Kreuz zu schießen, ist eine nicht so schlaue Idee, was einige Leute trotzdem nicht von dem Versuch abhält


- Wir, genauso wie die halbe Hochzeitsgesellschaft, hatten die brillante Idee, heute das Sixth Floor Museum zu besuchen, das sich an der Stelle befindet, wo sich der Scharfschütze befand, also der Mörder JFKs
- Brillant ist die Idee deshalb, weil das Museum an Montagen geschlossen ist
- Stattdessen ziehen wir in ein Brunchlokal, wo Matthäus und ich auch unser Talking Hands Meeting abhalten – das sich allerdings als sehr laut und unpraktisch für Meetings herausstellt
- Am Rückweg zum Hotel sehen wir schon einige Häuser, die an Halloweendekoration nicht gespart haben, unter anderem eine wirklich creepy aussehende lebensgroße Frau mit schwarzen Haaren auf einer Schaukel – „Boah, wenn man da in der Nacht vorbei kommt..“, meint Julian und mir graust’s bei dem Gedanken
- Ab geht es zum Flughafen, wo es sich als schwieriger als gedacht herausstellt, den richtigen Schalter für Frontier zu finden, wir aber letztendlich erfolgreich unser Gepäck aufgeben
- Der Flug nach Las Vegas ist super verspätet
- Kurz nach dem Losstarten kommt die Durchsage: „We are going to turn off the cabin light- if you need light you can turn on your personal one which I think you can do without” (?!!)
- Ich schaue aus dem Fenster und stelle fest, dass jedes der Frontier Flugzeuge ein Mottotier hat, das dann in mehrfacher Ausführung auf dem Flugzeug abgebildet ist, unter anderem auf den Flügeln – beim Nachbarflugzeug, teile ich Matthäus und Julian begeistert mit, ist es auch „ein Walross“ wie bei uns

- Es stellt sich heraus, dass es dort kein Walross ist, sondern eine Eule (wie hab ich das bitte verwechselt) und bei genauerem Hinschauen gebe ich Julian und Matthäus mit ihrer Einschätzung Recht, was natürlich Raum öffnet für Witze wie „Schon die alten Griechen ham das Walross gekannt – das Walross ist schließlich das Wappentier von Athen“, „ja genau, Walrösser nach Athen tragen“
