
Silvester in Alta im Norden von
Norwegen.
Samstag, 30.12.
Gepäck ist weg
- Los geht es ab MUC, Flughafen München, wo die Enttäuschung zunächst einmal sehr groß ist, da nicht nur das Airbräu geschlossen hat, sondern auch die Mitarbeiter des Duty Free Shops streiken, wodurch unser Plan, so viele 5 Liter Bierfässer von dort mitzunehmen, wie uns der Zoll erlaubt, ins Wasser fällt.

- Der Umstieg in Oslo ist sehr knapp, vor allem da wir schon einiges an Verspätung angesammelt haben, daher erleben wir Oslo rennend und leicht nervös in der Sicherheitskontrollenschlange stehend.
- Wir befolgen den Tipp von einer Flugbegleiterin, die meint: Der nächste Flug nach Alta ist erst am 1.1., daher empfiehlt sie uns zu versuchen, unseren Flug zu erwischen und das Gepäck, das man persönlich durch den Zoll tragen muss, links liegen zu lassen. Denn wenn das Gepäck den Flug nicht erwischt, dann bringt es die Fluggesellschaft halt nach, aber wenn wir ihn nicht erwischen, sind wir gestrandet in Oslo – zu Silvester.
- Gesagt, getan, Gerenne über den Flughafen it is: Wolf und unser Handgepäck werden natürlich in der Sicherheitskontrolle herausgefischt, wodurch wir langsam wirklich sehr nervös und unrund herumstehen und zusehen, wie der Sicherheitsbeamte alles ausräumt, nur damit wir dann alles wild in den Rucksack zurückstopfen, ihn schnappen und einen Sprint sondergleichen hinlegen.
- Zum Last Call erreichen wir den Schalter und unwillig, aber doch lässt uns die Dame noch ins Flugzeug hinein, so dass wir als letzte Fluggäste das Flugzeug betreten und wir noch nicht einmal sitzen, als schon das „Boarding completed“ ertönt.
- Als wir das Flugzeug betreten, übrigens, werden wir von Thomas, breit grinsend in der ersten Reihe sitzend (er hat sich Business Class gegönnt), mit einer Welle und einem Jubelschrei empfangen – spätestens jetzt hat uns das gesamte Flugzeug kennen und lieben gelernt.
- Während des Fluges fragt auf einmal ein Fluggast einen Flugbegleiter: „What’s the destination?“
- Apropos Destination: Unter uns zieht sich während des ganzen Fluges eine zerklüftete und fast schon außerirdisch anmutende Landschaft entlang und die schneebedeckten schroffen Berge, durchzogen von sich durch die Bergketten schneidenden Fjorde, die teilweise zugefroren sind, wirken im Mondlicht sogar noch beeindruckender.
- Wir landen etwas unsanft und müssen eine ordentliche Bremsung hinlegen – kein Wunder, auf der eisigen und schneebedeckten Landebahn – wodurch Thomas, als wir aussteigen, sich bei uns beschwert: „Der Pilot hat so stark gebremst – mir ist mein Sektglas runtergeflogen!“ – typische Business Class Probleme.
- Die Landebahn ist so frei und unbenutzt, dass wir einfach am Ende der Bahn einen U-Turn hinlegen und sie wieder ein Stück retour entlangrollen, um zum Gate zu kommen – das hab‘ ich auch noch nie erlebt.
- Es kommt natürlich wie vorhergesagt, wir kommen in Alta an, unser Gepäck aber nicht.
- Daher stellt sich Wolf netterweise in die immer länger werdende „Gepäck verloren“-Schlange und als nach circa einer Stunde endlich mal eine Person erscheint, haben wir uns schon auf sämtlichen Lufthansa- und Norwegian-Plattformen mit Formularen herumgeschlagen und sind bisschen ratlos, wo wie was wir das einreichen können. Mithilfe der Schalterbeamtin schaffen wir es, unsere Adresse an der richtigen Stelle anzugeben und anzufordern, dass das Gepäck dorthin geliefert wird.
- Es gibt nur noch das kleine Problem, dass unser Haus nicht direkt an der Straße liegt und man es im Winter nur per Schneemobil oder 1,5km zu Fuß gehend erreichen kann vom Parkplatz aus. Aber das, beschließen wir, sind future worries.
- In der Schlange stehen auch Franzosen, mit denen wir ins Gespräch kommen und die begeistert erzählen, sie hätten eine Northern Lights Tour gebucht, ob wir das auch machen würden. Wolf entgegnet: Nein, wir haben keine Tour gebucht – wir hoffen, wir dürfen sie auch ohne Tour anschauen.
- Zunächst einmal wird geshoppt – danke, Lufthansa – und in einem riesigen Einkaufszentrum in Alta finden wir genug Geschäfte mit genug Gewand für die Temperaturen (-20°C), wo wir uns eindecken und bei unserem Shopping Trip auch unsere französischen Freunde treffen.
- Ah, überhaupt läuft einiges nicht so glatt: Neben dem Gepäck-Drama möchte uns auch noch die Autovermietung ein E-Auto geben. Das ist eher unpraktisch, da ja unser Haus 1,5km vom Parkplatz entfernt liegt und somit auch das längste Verlängerungskabel zum Aufladen nicht reichen wird.
- Thomas überredet letztendlich den Typen dazu, ihm ein nicht E-Auto aber dafür ohne Allrad zu geben (obwohl er extra Allrad gebucht hat) und vereinbart, es am nächsten Tag in ein Allrad Auto umzutauschen, was für die Straßenverhältnisse hier schon sinnvoll ist.
- Endlich kommen wir also beim Parkplatz an, stellen das Auto ab und werden dort schon von Randi und seiner Frau empfangen, die uns freundlicherweise mit dem Schneemobil zum Haus bringen. Das ist doppelt praktisch, da wir auch gleich unseren Großeinkauf getätigt haben, den wir jetzt gemütlich ins Schneemobil verladen können, anstatt ihn durch den Schnee zu schleppen. Randis Frau ist nicht sehr glücklich, als wir Sixpack nach Sixpack Bier verladen, doch Wolf beruhigt sie mit den Worten „Yes, but this is for the entire week!“ (Ha, als ob. Natürlich hat’s gerade mal zwei Tage gereicht.) Weiß nicht, ob da unsere in durchsichtigen Plastiksackerln verpackten Duty Free-Bierfässer besser angekommen wären…
- Das Haus liegt wunderschön in einem Wald, mit einem See in der Nähe und total eingeschneit, obwohl wir von all dem gar nicht soo viel sehen, da alles schon in Dunkelheit gehüllt ist.

- Ein bisschen rustikaler als Tords Haus ist es schon, zum Beispiel muss man ein Plumpsklo benutzen, zu dem man immer erst durch den Schnee stapfen muss. „Boah, da kommts dann von unten kalt rauf.“, beschreibt Wolf sein erstes Plumpsklo-Erlebnis sehr treffend.

- Es wird ausgepackt, Nudeln verzehrt und schließlich lassen wir den Abend noch gemütlich ausklingen, plaudern und entspannen uns vor dem im Wohnzimmer prasselnden Feuer.
Sonntag, 31.12.
Happy new year!
- Zunächst einmal machen wir uns heute gleich nach dem Aufstehen daran, den Pool zu füllen, denn schließlich möchten wir Silvester im Hot Tub feiern!

- Nachdem wir gemütlich im Wohnzimmer beim Feuer entspannt haben, richten wir die Grillhütte her, eine wunderbare Erfindung: Diese steht draußen in der Nähe vom Hot Tub und man kann innen drinnen grillen und dann so rund ums Feuer sitzen, wodurch man auch im Winter grillen kann!
- Das tun wir also, grillen Burger, genießen die Stimmung und sind alles in allem sehr zufrieden, vor allem, da auch der Hot Tub langsam Bade-Temperatur erreicht.


- Somit dauert es also nicht lange, bis wir in den Hot Tub übersiedelt sind, Polarlichter anschauen, die Atmosphäre genießen und gemütlich quatschend ein Bier trinken.
- Wir sehen vom Hot Tub aus ein tolles Feuerwerk, denn anscheinend ist einer von Randis „Nachbarn“ ein begeisterter Pseudo-Sprengmeister (oder richtiger, da bin ich nicht sicher) und liefert eine Show, die fast mit der, die wir jährlich in Svolvaer angeschaut haben, mithalten kann.
- Zu Mitternacht wird stilecht mit Bier angestoßen und Matthäus und ich tanzen zu den Klängen des Donauwalzers auf der Terrasse im Schnee einen Walzer.
- Randi schreibt eine Nachricht, Thomas liest vor: Ihr könnt gerne den Alkohol nehmen, er steht im Glasfach im Wohnzimmer. Es stellt sich später erst heraus, dass er eigentlich nur erklärt hat, wo der schwimmende Getränkehalter für den Hot Tub ist.

- Bis das Missverständnis aufgeklärt ist, kosten wir allerdings den Polarlicht-Schnaps und den Gamelschnaps, der genauso schmeckt, wie er klingt.
- Die Biervorräte, die angeblich eine Woche reichen, werden auch fast aufgebraucht und die Stimmung ist insgesamt gut.
- Besonders, als noch einige tolle Polarlichter den Himmel grün beleuchten!

Montag, 1.1.2024
Na leck – Militärische Workout-Session und Polarlichter
- Der Tag startet sehr entspannt – wir schlafen aus und frühstücken in aller Ruhe.


- Dann auf einmal meint Wolf: Leute, das Gepäck kommt, woraufhin Matthäus, Wolf und ich eine militärisch anmutende Workout Session zum Neuen Jahr absolvieren, in der wir unser Gepäck vom Parkplatz abholen und dann durch den Schnee tragend nach Hause befördern.

- Zur Entspannung sitzen wir dann schon am Nachmittag im Hot Tub und bewundern die wirklich hellen Polarlichter, die sich heute am Himmel zeigen. Wolf: „Na leck!“, Ich: „Besser hätt‘ ich das jetzt nicht sagen können.“


- Mehrere Male erscheinen wirklich beeindruckende und grüne Polarlichter- jedes Mal schreien alle „Wow, Marie, dreh dich um!“. Allerdings bin ich viel zu faul und meine nur: „Naa, hab ich schon gsehn, voll fad.“ Irgendwann meint Thomas: „Marie, jetzt zahlt es sich aus, sich umzudrehen.“, Ich dreh mich um: „Woooow, wirklich mega!“ – hat sich wirklich ausgezahlt.

- Wir duschen nacheinander und geben immer Bescheid, wenn die Dusche wieder frei ist. Wolf, als er fertig geduscht hat, teilt uns über die Box in einer unheimlich klingenden Computerstimme mit: „Drauß‘ vom Walde komm ich her, ich kann euch sagen, die Dusche ist leer.“
- Na dann gute Nacht!
Dienstag, 2.1.
Altas Hausberg und Reke Salat
- Heute beschließen wir aktiv zu werden und machen eine Wanderung auf Altas Hausberg. Es gibt wirklich tolle Wanderwege, die auch sehr gut geeignet sind für eine Winterwanderung durch den Schnee.

- Vom „Gipfel“ aus hat man voll schöne Aussichten, vor allem im Sonnenauf- und -untergangslicht, das wir die ganze Zeit über genießen.

- Nur Wolf geht aus irgendeinem Grund verloren – immerhin finden wir ihn kurz vorm Parkplatz wieder.





- Wir fahren noch ein Stück die Küste des Fjords entlang und legen hie und da Fotostopps ein, wobei wir einmal auch aussteigen und ein Stück zum Wasser hinuntergehen. Wolf probiert mit seiner Drohne Fotos zu machen, doch bei den -20°C, die es immer noch hartnäckig hat, gibt der Akku kurz nach dem Einschalten schon wieder den Geist auf und dreht sich ab – nicht ohne vorher noch Wolf die Begründung „Flugsicherheit kann nicht gewährleistet werden“ zu geben.




- Im Auto erstellen wir die Hot Tub Playlist, wobei Wolf und ich schon in die richtige Stimmung kommen und lautstark mitsingen: „Wahnsinn….. Hölle, Hölle, Hölle“
- Passenderweise gehen wir einkaufen und besorgen eine Palette Bier. Wolf, der sie zum Auto zurückträgt, verstaut sie um ein Haar versehentlich im Auto, das neben unserem steht (er hat schon den Kofferraum aufgemacht und alles), bis wir ihn wild winkend auf das Missgeschick aufmerksam machen. Thomas, leicht verzweifelt: „Und das mit dem BIER! In Norwegen!“
- Consti und ich sind überzeugt, dass wir zu wenig Reke (Krabben-)Salat gekauft haben, und um zu beweisen, dass es nicht reichen wird, tun wir unser Bestes, dass schon beim kurz darauffolgendem Mittagessen viel davon gegessen wird.
- Ich zerbreche mir den Kopf: Es gab doch diesen Song, in dem „a mosquito“ vorkommt, und mir fällt einfach nicht ein, wie er heißt. Es stellt sich heraus, das sind zu wenige Anhaltspunkte, um es sinnvoll zu googeln. Ebenso ratlos wie Google ist Matthäus, dem ich ungeduldig sage: „Oja, du weißt schon, der Song, über den der Michi gesagt hat, er habe so crazy lyrics!“ Matthäus weiß es nicht.
- Da ja unser Gepäck angekommen ist, haben wir hochprozentigen Alkohol und es werden im Hot Tub wilde und weniger wilde Cocktails genossen.

- Außerdem kommen wir auch wieder in den Genuss von wirklich schönen Polarlichtern!


Mittwoch, 3.1. und Donnerstag, 4.1.
Slothdom
- Äußerst ereignislose Tage, wir chillen, faulenzen, Consti und Thomas und manchmal auch Matthäus und Wolf brechen hie und da auf um kleinere Wanderungen zu unternehmen, doch meist wird vorm Feuer gelesen, gequatscht und einfach relaxed.





- Am Abend Hot Tub und tolle Polarlichter, was will man mehr?!

Freitag, 5.1.
Ballermann und Ballerina
- Viel Nichtstun steht wieder am Programm, bis wir in den Hot Tub ziehen und weiterhin viel nichtstun- nur dabei auch noch Polarlichter bewundern können.

- Die Hot Tub Playlist wird fleißig gehört und an Ballermann Liedern fehlt es insgesamt nicht: Als es zum ca. dritten Mal das Lied „Ballermann und Ballerina“ spielt, ist Matthäus not amused to say the least und meint trocken: „Eine intellektuell erfüllende Beziehung…“
Samstag, 6.1.
Ausflug nach Hammerfest
- Heute kommen wir mal wieder ein bisschen in die Gänge und machen gemeinsam einen Ausflug und zwar beschließen wir nach Hammerfest zu fahren.
- Die Fahrt dahin dauert ca. 2,5 Stunden und führt großteils durch Nichts – viel Tundra, Schnee, Bäume und weiße Ebene, so weit das Auge reicht – kein Vergleich zu den malerischen Strecken, die wir auf den Lofoten immer zurückgelegt haben.
- Wir erreichen Hammerfest und es ist sogar noch „hell“, also über die Dämmerung hinaus natürlich geht das Licht nicht, aber immerhin – man sieht ein bissi was.

- Gerade als wir ankommen, legt wenig überraschend eigentlich (da sie ja auch das wenige Licht, das es gibt, ausnutzen möchten) ein Kreuzfahrtschiff im Hafen an – faszinierend, die begegnen uns überall.

- Daher ist es kein Wunder, dass wir bei den drei interessanten Punkten, die man in Hammerfest anschauen kann, Touristenströmen begegnen – auch ein krasser Gegensatz zu unseren sonstigen Stadtbesuchen, bei denen wir vielleicht zwei Menschen in zwei Stunden gesehen haben.


- Wir spazieren ein bisschen am Meer entlang und möchten gerade links einbiegen, als ein Typ, der offenbar eine Art Guide vom Kreuzfahrtschiff ist, uns laut zuruft: „Nein, nein, geradeaus!“ Um dann kurz darauf seinen Irrtum zu bemerken und sich entschuldigend hinzuzufügen: „Ach so, kein Problem, gehen Sie nur, wohin Sie möchten!“ War natürlich auch klar, dass die einzigen Menschen, denen wir begegnen, deutsche Touristen sind.




- Als es wieder dunkel wird, machen wir uns auf den Heimweg, wobei uns die Straße an die Straßenverhältnisse in der Gegend von Murmansk erinnern: Schneewehen bedecken die beiden Ränder und der Schnee wird vom starken Wind, der geht, so über die Straße geweht, dass man echt wenig vom Straßenbelag sieht.










- Am Abend beschließen wir den Hot Tub nicht einzuheizen und stattdessen unternehmen Matthäus und ich noch eine kleine Wanderung entlang der Skidoo-Strecke hin zu mehreren kleinen Seen, die rund um unser Haus verteilt liegen – der Sternenhimmel ist toll anzusehen und hie und da entdecken wir sogar ein Polarlicht – mega!
Sonntag, 7.1.
Ein klarer Fall und Tonic und Gin
- Thomas und Consti unternehmen heute wieder einen Ausflug zu so Wasserfällen, während wir anderen gemütlich daheim chillen.
- Als sie wiederkommen und wir gemeinsam zum dritten Mal brunchen, mangelt es nicht an „klaren Fällen“ und „Ränge von Fall“ -Witzen (so hab‘ ich das aufgeschrieben, weiß auch nicht mehr, was genau da vor sich gegangen ist, sicher ist: Wir haben sehr viel gelacht).
- Außerdem kommt Matthäus endlich drauf: Das Lied, dessen Titel mir die letzten Tage die ganze Zeit nicht eingefallen ist (haha, „fallen“…), mit den seltsamen Lyrics und dem Mosquito ist.. tadadada… „Smells like teen spirit“
- Prompt spielen wir es ab und Consti fragt ungläubig: „Wo kommt da jetzt bitte ein Moskito vor?!“ Er hätte es besser nicht timen können, denn ich hebe nur die Hand und sage: „Warte, warte, … da!“ und der Sänger singt:
Here we are now entertain us
Smells like Teen Spirit, Nirvana
A mulatto, an albino
A mosquito, my libido, yeah“
- Überhaupt haben wir es mit dem Musik-Timing, denn kurz darauf schlägt Thomas vor: „Consti, du könntest uns Gin und Tonics mixen!“ Worauf ihn kurz darauf der Song bestätigt: „Tonic and Gin“
- Thomas und Wolf sind heute schon etwas müde im Hot Tub und machen abwechselnd Powernaps – und trotzdem ist es ein mega Abend, der so an Fahrt aufnimmt, dass sogar Wolf wieder aufwacht.


- Um seine These, dass wir mehr Nudeln brauchen, zu unterstützen, kocht er dann – stilecht – mitten in der Nacht noch Nudeln, eine mega gute Idee meiner Meinung nach, die wir (Consti, Wolf und ich) genüsslich mit Pesto verzehren – nice!
Montag, 8.1.
Rutsche!!
- Wieder ein entspannter Tag, der im Hot Tub endet- allerdings heute ohne Aussicht und Polarlicht, denn es schneit!


- Daher beschließen Consti und ich endlich die Rutsche vom Schaukelgestell auszuprobieren, mit dem tollen Powder-Schnee funktioniert es auch besser als wir gedacht hätten und alles prickelt, als wir total eingeschneit wieder in den Hot Tub hupfen.
- Zum Abschluss gibt es wieder Nudeln, diesmal bedauerlicherweise ohne Wolf, der vorher von „Ferien in Algerien“ vertrieben wurde.
Dienstag, 9.1.
Mediamarkt, „Doors armed“ und Haugesund
- Einpacken, bissi sauber machen und Wasser ablassen stehen heute an, da es Zeit ist aufzubrechen.
- Zum „Putzen“ hören wir lautstark die Hot Tub Playlist und vertreiben schon wieder Wolf mit „Ferien in Algerien“, der die Zeit nutzt um einen kleinen Fußpfad durch den Schnee zur Schneemobilpiste freizuräumen.


- Sehr pünktlich kommen wir am Flughafen an und haben daher massig Zeit unser Gepäck aufzugeben, was auch gut ist, denn kurz nachdem Wolf sein Gepäck am „Do it yourself“ Schalter gescannt hat, erscheint auf dem Bildschirm groß die Meldung „Out of order“.
- Da freuen sich Matthäus und ich, die direkt hinter ihm stehen. Weit und breit ist auf dem modernen selbstfunktionierenden Flughafen kein Mensch zu sehen und daher dauert es geraume Zeit, bis jemand daherkommt, das auf Windows basierende System neu startet (da wundert einen nichts mehr..) und wir endlich auch unser Gepäck scannen können.
- Ab geht es durch die Sicherheitskontrolle. Verwundert frage ich Consti: „Wo ist denn der Thomas? War der nicht gerade noch vor uns?!“ Consti entgegnet: „Der muss noch seinen Mediamarkt einpacken.“ und tatsächlich, als ich mich umdrehe, sehe ich, wie Thomas, der offenbar seinen gesamten Rucksack ausräumen musste, die Kamera, das Kabel, den E-Reader, den Laptop und weiteres technisches Zubehör wieder Stück für Stück in den Rucksack zurücksteckt.
- Am Terminal wird in guter alter Manier Schafkopf gespielt, bis wir einsteigen können.
- Wir sitzen in der Notausgangsreihe (für die Beinfreiheit, Gott sei Dank sag ich da!). Pilot: „Cabin crew, arm doors!“, ich, die direkt neben der Tür sitzt: „Doors armed!“
- Das De-icing dauert besonders lange, was kein Wunder ist, da nicht viel fehlt und der Typ hätte den Schlauch gleich in der Hand gehalten, so modern ist der De-icing Wagen.


- Wir bestellen Kaffee und Tee und bekommen Milch dazu. Ich bin fasziniert von den tetraederförmigen Verpackungen und sage begeistert: „Oooh, coole Packung!“ Nur um kurz darauf den gesamten Inhalt meiner Packung über Matthäus, Wolf und meinen Sitz zu verteilen und vielleicht ist auch noch der eine oder andere Spritzer in der Reihe vor uns gelandet. Ups.
- Die Stewardess kommt vorbei und schenkt mehr Kaffee ein, worüber ich mich natürlich sehr freue und fragt dann: „Do you want more milk?“ Ich: „Ok, I’ll risk it!“
- In Oslo, wo wir umsteigen (diesmal entspannter), meint auf einmal Consti, als er auf die Anzeigetafel schaut: „Das ist ja mal ein Name für einen Ort: ‚Haugesund‘.’“
- Und so ging ein weiterer toller Norwegen-Silvester-Urlaub zu Ende!
