
Winterwanderung und gemütliche Tage im Jänner
in Grafrath, Deutschland.
Donnerstag, 11.Jänner
Der Teufelstein
- Bis dahin: Ganztägiges Gammeln in Grafrath (eine wahrlich poetisch anmutende Alliteration).
- Es liegt Schnee, Schnee, Schnee – bei -6 bis-10 Grad.
- Also beschließen wir, eine Winterwanderung zum Ammersee zu machen: An die Planung geht es zusammen mit Fritz und zuerst denken wir, naja, so lang wird’s schon nicht sein. Kaum legen wir die Strecke fest auf Komoot, stellen wir fest: 18.5km

- Los geht es: Wir stapfen durch den Schnee und erreichen schneller als gedacht den sagenumwobenen Teufelstein:
Die Rassokirche in Grafrath war dem Teufel ein Dorn im Auge. In den Alpen suchte er sich einen großen Stein, um sie zu zerschmettern. Er wuchtete ihn auf seine Schultern und trat den langen Weg nach Grafrath damit an. Aber auch ein Teufel kommt unter so schwerer Last ins Schwitzen und somit suchte er sich kurz vor dem Ziel einen Rastplatz. Dabei verlief er sich und fand nicht mehr den rechten Weg. Erschöpft und verzweifelt saß er also mit seinem Fels am Wegesrand und war sehr erleichtert, als eine Dame des Weges kam. „Gnädige Frau, können Sie mir helfen?“ fragte der Teufel sie mit seiner allerlieblichsten Stimme: „Ich suche den Ort Grafrath und die Rassokirche.“ Misstraurisch blickte ihn die Dame an. Der Teufel, überlegte sie, wolle sicherlich nichts Gutes in Grafrath und erst recht nicht bei der Kirche. Und warum hatte er so einen großen Felsbrocken bei sich? Darum fasst sie kurzerhand einen Entschluss und sagte mutig: „Grafrath?! Da sind Sie hier aber ganz falsch.“, sie zeigte ihm den riesigen Haufen alter eingelaufener Schuhe, die sie bei sich hatte: „Ich komme gerade von dort und durch all diese Schuhe habe ich dabei schon ein Loch gelaufen!“ Der Teufel geriet in eine riesige Wut und große Verzweiflung packte ihn. Daher nahm er den Felsbrocken und schmiss ihn mit so einer Wucht auf den Boden, dass dieser bis heute dort steckt und bis heute den Namen „Teufelstein“ trägt.


- Kurz sinnieren Matthäus und ich über die Sage und ihre Bedeutung und darüber, warum die Frau einen Haufen alter Schuhe mithatte, geben aber den Gedanken bald wieder auf und erfreuen uns an der tollen Winterlandschaft, die sich entlang des Wanderweges erstreckt.













- Wir erreichen den Ort Inning am Ammersee, wo aufgrund des Eises, das sich auf den Wegen rund um den Ammersee gebildet hat, akute Rutschgefahr herrscht.
- Ein Stück geht es den Ammersee entlang, der sehr sehr schön ausschaut mit dem Nebel, der über dem See hängt.



- Wir sehen Leute, die rund um Eching und Kottgeisering auf den zugefrorenen Feldern Schlittschuh laufen.
- Außerdem ist Schnee auf den Bäumen überall und hie und da genießen wir in unseren Pausen den warmen Tee, den wir mitgenommen haben.













- Als wir heim kommen, gönnen wir uns einen warmen schwarzen Tee, richtig Britisch mit Milch =) vorm lodernden Feuer im Kamin – ein richtig schöner Wintertag!
Freitag, 12.01.
West Side Story und Spirit!!
- Wir fahren nach München ins Musical! Und schauen West Side Story an. Tolle Musik, toller Tanz, weniger tolle Handlung.
- Dank S-Bahn-Streik fahrt diese nur stündlich, allerdings stellt das für uns kein Problem dar – wir haben ja Zeit.
- Wir kommen also ca. um Mitternacht heim und ich habe noch etwas Energie übrig, drum frage ich Matthäus: „Probieren wir noch das neue Spirit Island aus?“ Und zu meiner großen Überraschung meint Matthäus: „Ok“

- Bis spät in die Nacht wird Spirit mit der neuen Erweiterung gespielt und mit Pauken und Trompeten verloren (teilweise aus Gründen der Müdigkeit und vielleicht weil ich dachte, na so schwer wirds schon nicht sein und England auf Stufe 3 ist eine gmahte Partie- turns out: das stimmt nicht)
Sonntag, 14.01.
Wunderschöner Wintertag in Grafrath
- Ausschlafen =)
- Gemütlich Frühstück mit Cappuchino (njam njam) und ein Moment der Dankbarkeit (blissfull indeed), als ich in der Sonne draußen sitze und schreibe =) wow.

