1000 Kilometer am E5

Wanderstatistik, Tops und Flops

unserer ersten 1000 Kilometer am E5

Unglaublich eigentlich, dass wir vor eineinhalb Monaten noch in der Bretagne unterwegs waren, wo wir mittlerweile in der Großstadt Paris angekommen sind. Vom Pointe du Raz sind wir am 5. März losgewandert und auf Etappe 42 sind die ersten 1000 Kilometer der insgesamt ca. 3000 Kilometer des E5s geschafft! Ein Drittel haben wir hinter uns! Nur was ist unser Fazit? Was hat uns besonders gut gefallen und was nicht? Wie viel sind wir tatsächlich gewandert pro Tag? Wie viele Stunden waren wir durchschnittlich unterwegs? 

Hier unsere Wanderung in a Nutshell: 

Gesamte Strecke: 1000 Kilometer
Gesamte Zeit auf den Beinen: 276 h15 m also 11 Tage 12h 15 min
Durchschnittliche Strecke pro Tag: 23,82 km
Durchschnittliche Dauer pro Tag:  6:35 h
Durchschnittliches Gehtempo pro Tag (ohne Pausen): 4,5 km/h
Durchschnittliche Pausendauer pro Tag: 1:12h
Durchschnittliche Startzeit: 10:09
Durschnittliche Ankommzeit: 16:44

Und hier kommen unsere top fünf…..

…Etappen: 

Auf Etappen 9 bis 16 folgen wir einem Abschnitt des wunderschönen Canal de Nantes à Brest (hier alle Details zu Etappen 6-10, Etappen 11-15 und Etappen 16-20).

Die Bretonische Küste

Auf Etappen 1 bis 4 folgen wir der Bretonischen Küste ganz im Nordwesten der Bretagne auf dem ehemaligen Zöllnerpfad – eine tolle Landschaft, die geprägt ist von schroffen Felsen, kleinen Pfaden und weitläufigen Sandstränden.

Von Saint Malo nach Cancale

Auf Etappe 24 stoßen wir in Saint Malo wieder auf die Bretonische Küste und erleben von Saint Malo bis Cancale eine traumhaft schöne Etappe voller Sandstrände, Kletterpartien auf Felsen und vor allem mit richtig großen Gezeitenunterschieden – ein echtes Erlebnis!

Der Brocéliande Wald

Auf Etappen 17 bis 19 führt der E5 durch den Wald von Brocéliande, den Ursprung – wie man munkelt – der berühmten König-Artus-Sage. Nicht nur wird dieses Erbe durch und durch gelebt (in Museen, Stationen im Wald, thematischen Führungen durch den Wald), sondern der Wald verströmt auch tatsächlich eine gewisse Magie, die uns beim Durchwandern auch nicht unberührt lässt…

Von Kerklody nach Le Faou

Die Küstenetappen haben es uns sichtlich angetan: Auf Etappe 4 wandern wir von unserer tollen Unterkunft Kerklody in das kleine Örtchen Le Faou, eine unserer Lieblingsetappen mit unserem ersten Gipfel, dem Menez-Hom und mit der riesigen Térénez-Brücke.

…Unterkünfte: 

Sloowli

Ungeschlagene Nummer Eins bei den Unterkünften ist sicherlich das Sloowli, ein schnuckeliges Tiny House im Nichts, mit Bob-Marley-Kassetten und Yogamatte =)

La Maison du Canal

Direkt gelegen am Canal de Nantes à Brest, mit Kaffeemaschine im Zimmer, einem Indoor-Pool, einem riesigen Frühstücksbuffet, einem ur gemütlichen Aufenthaltsraum und – allem voran- Rob als mega nettem Gastgeber – das Maison du Canal hat alles, was das Herz begehrt!

La Vallée du Rivoal

Die ur bretonischste Herberge, die man sich wünschen kann: Im offenem Kamin, der den Raum beherrscht, brennt ein Feuer, holzvertäfelte Schränke stehen an den Steinwänden und in der Mitte des Raumes befindet sich ein einige Meter langer Holztisch mit Stühlen rundherum.
Veronique und ihr Mann sind Fleischhauer, verkaufen ihr Fleisch am Sonntag am Markt, haben superleckere Pasteten und sind total tolle Gastgeber.

FlorEl

Florent und Elena sind unsere Gastgeber, frischgebackene Eltern und sehr herzlich und nett. Ihr Haus am Grundstück, das sie vermieten, ist nicht nur total gemütlich, sondern es gibt sogar einen Hot Tub!

Hotel du Chateau 

Das kleine Städtchen Josselin versetzt uns wirklich in Staunen: Die mittelalterliche Altstadt ist noch sehr gut erhalten, ein Fachwerkhaus reiht sich an das andere und das Highlight ist wohl das über dem Kanal thronende Schloss. Genauso begeistert sind wir von unserem Hotel, das direkt gegenüber vom Schloss am Kanal liegt und uns direkten Blick auf das Schloss bietet. Wunderschön!

…Hosts

(hier konnten wir uns nicht für nur fünf entscheiden, deshalb die top 15 in Wanderreihenfolge): 

Lydie, wo wir in unserer allerersten Wandernacht übernachtet haben. (siehe Etappe 1)
Claudie und Marc, die uns in ihrem kleinen Häuschen Kerklody sehr herzlich empfangen und mit denen wir unsere erste längere Konversation auf Französisch führen – mit viel Geduld ihrerseits. (siehe Etappe 3)
Veronique, die oben schon erwähnte Lady, die das ur bretonische Haus im Vallée du Rivoal vermietet. (siehe Etappe 5)
Rob, der ebenfalls oben schon erwähnte Gastgeber des La Maison du Canals – ein super netter Brite mit Humor (siehe Etappe 9)
Rosana und Larry, deren wunderschöne Unterkunft im kleinem Örtchen Caurel uns sehr überrascht, vor allem als wir Larrys Bar entdecken – in der wir natürlich hängen bleiben und uns stundenlang über gutem Bier aus der Region mit ihm und John über die König-Artus-Sage und Leben in der Bretagne unterhalten. (siehe Etappe 11)
Fabienne, die ein kleines Steinhäuschen auf ihrem Bauernhof vermietet und eine Wahnsinns-Frau ist – mit tausenden Projekten und Ideen – sehr inspirierend! (siehe Etappe 13)
Sharon and Pete, auch tolle und sehr gastfreundliche Briten in der Bretagne, die sich ihren Traum von einem Bed&Breakfast verwirklicht haben und uns mit einem wirklich leckeren Drei-Gänge-Menü zum Abendessen beglücken. (siehe Etappe 14)
Nathalie, deren Katze wir total ins Herz geschlossen haben und bei der wir uns auf Anhieb sehr wohl fühlen. (siehe Etappe19)
Caroline, unsere irische Gastgeberin, die ihren Job in der Finanzbranche aufgegeben hat, um Gäste in einem schön renovierten Bauernhaus zu beherbergen. (siehe Etappe 27)
Elena und Pascal, die dabei sind ein schönes, altes Steinhaus in Mortain-Bocage herzurichten, das einen versteckten Turm, tolle hohe Zimmer und viele weitere Überraschungen bietet – wer weiß, vielleicht findet sich irgendwo ein Geheimgang… (siehe Etappe 28)
Elena und Florent, die ein richtig großes Haus vermieten, wobei wir besonders den Hot Tub genießen und Florent sehr dankbar sind, der uns mit Essen versorgt, gleichzeitig sein Kind betreut und überhaupt ein toller Gastgeber ist. (siehe Etappe 29)
Murielle und Christophe, die uns total überraschen mit ihrer Gastfreundlichkeit und vor allem mit ihrem genauen Gespür dafür, was Wanderer am Ende eines langen Wandertages brauchen (warme Suppe, eine gewaschene Wäscheladung, einen Kamin zum Schuhe Trocknen, ein gutes Bier). (siehe Etappe 35)
Sandrine, die uns herzlich empfängt und liebevoll umsorgt mit hartgekochten Eiern – eine der besten Wandermahlzeiten! (siehe Etappe 39)
Eudoxie und David, die wirklich schöne Zimmer auf ihrer Pferde-Ranch vermieten, für Pferdeleute angenehm bodenständig sind und bei denen wir uns sehr wohl fühlen. (siehe Etappe 40)
Christelle, die zur Feier unserer 1000 Kilometer Marke Lasagne für uns gekocht hat – mein Lieblingsessen! (siehe Etappe 42)

…Essen:

Der Pizza-Automat

Nichts toppt den Pizza-Automaten, der uns auf einer langen Etappe ohne offenen Restaurants warmes Essen beschert – noch dazu Pizza!

Das Restaurant in Douarnenez

Schon bevor es losgeht und dann noch einmal nach Etappe 2 übernachten wir in einem wunderschönem Hotel in Douarnenez, das ein sehr schickes Restaurant hat, in dem wir wunderbares Essen genießen – besonders die Fisch- und Muschelgerichte sind super lecker.

Unser Hotel-Restaurant in Plélan-le-Grande

Eine richtige Überraschung bietet unser Hotel-Restaurant in Plélan-le-Grande – das Essen ist so gut, dass Leute auch von weiter her anreisen, um in den Genuss des Drei- oder Vier-Gänge-Menüs zu kommen, das auf der Speisekarte steht.

Le Mont Saint-Michel Restaurant

Von einem Restaurant inmitten einer mega touristischen Gegend erwarten wir meist nicht viel, doch das Restaurant auf der Insel Le Mont Saint-Michel überrascht uns sehr positiv. Hier probiere ich zum ersten Mal in meinem Leben Austern und bin total begeistert!

Die Crêperie in Huelgoat

Crêperien sind wohl eines der Highlights der Bretagne. Hier bekommt man Crêpes in allen Geschmacksrichtungen und dazu Cidre aus der Region! Daher lassen wir natürlich keine Gelegenheit vergehen, eine solche zu besuchen, doch die mit den allerbesten Crêpes ist ohne Frage die kleine Crêperie in Huelgoat, eine One-Woman-Show mit super köstlichen Crêpes.

…Sights: 

Le Mont Saint-Michel

Die Klosterinsel kommt hier in jedem zweiten Satz vor, war aber auch wirklich eines unserer Highlights auf der Wanderung und ist definitiv einen Besuch wert.

Château de Carrouges

Zufällig bei einem Blick auf die Karte finden wir heraus, dass es nahe dem Städtchen Carrouges ein Schloss gibt und beschließen kurzerhand, diesem einen Besuch abzustatten. Es zahlt sich aus, das Schloss und vor allem das Mobiliar ist super erhalten und wir fühlen uns beim Besuch wie auf einer Zeitreise in mehrere verschiedene Jahrhunderte.

Die befestigte Stadt Saint-Malo

Die Stadt Saint-Malo liegt direkt an der Nordküste Frankreichs in einer Gegend, wo die höchsten Gezeitenschwankungen Europas gemessen wurden. Die dicken Mauern schützten sie aber weniger vor dem Meer als vor Eindringlingen, die die strategisch günstig gelegene Stadt einzunehmen versuchten.

Domaine Royale

Kurz vor Paris wandern wir durch Dreux, in dem sich die Domaine Royale befindet, die als Grabstätte der französischen Könige diente.

König-Artus-Museum

Gelegen im mystischen Brocéliande-Wald, dem Ursprung und Schauplatz der Artuslegenden, so munkelt man, ist das König-Artus-Museum vor allem toll für Kinder, aber wir freuen uns über die schöne Ausstellung auch sehr.

…Orte/ Städtchen:

Josselin

Auf Etappe 15 gelangen wir in das kleine Städtchen Josselin mit wunderbar erhaltener, mittelalterlichen Altstadt. Ich glaube, keine andere Stadt auf unserer Wanderung hat mich so bezaubert wie dieses tolle Städtchen mit Schloss.

Alençon

Fast hätten wir den Abstecher über das Schloss von Alençon abgekürzt, aber wir sind heilfroh, dass wir den Umweg doch auf uns genommen haben, denn das Städtchen hat sehr schöne Seiten.

Huelgoat

Vielleicht haben wir eine etwas verklärte Vorstellung von Huelgoat, weil wir hier unseren ersten – dringend notwendigen – Pausentag verbracht haben. Trotzdem hat es uns das kleine bretonische Städtchen an einem See mit seinen Steinhäusern sehr angetan.

Le Faou

Nach Douarnenez ist Le Faou das erste Städtchen, durch das wir wandern, direkt am Meer gelegen und wunderschön.

Domfront

Am Hügel gelegen und umringt von Wald, soweit das Auge reicht, überrascht uns Domfront mit seinen wunderschönen Fassaden und toll erhaltenen Steinhäuschen sehr.

…Landschaften

Die Bucht von Le Mont Saint-Michel

Schon wieder Le Mont Saint-Michel?! Ja, denn auch die Landschaft rund um die Klosterinsel beindruckt uns sehr: Ein wirklich tolles Bild, wie unser Weg auf Etappen 25 bis 27 entlang der Bucht führt und die Insel immer in unserem Blickfeld ist.

Lac de Guerlédan

Auch wenn die Wege entlang des Sees steinig und schwer sind, so sind die Aussichten, die sich entlang des Weges bieten, total die Mühe wert: Der See schlängelt sich kilometerweit durch eine hügelige und waldige Landschaft und ist einfach traumhaft schön.

Parc Naturel du Perche

Auch wenn wir ihn zeitweise verfluchen, da sich nicht nur die Unterkunftsfindung, sondern auch die Wegfindung in diesem als schwierig erweist, so haben wir ihn doch sehr zu schätzen gelernt: Der Nationalpark ist voller wunderschöner Wälder, in denen alles beginnt zu blühen.

Auch der Canal de Nantes à Brest verdient eine erneute Erwähnung – es ist wirklich auch landschaftlich sehr schön rund um die Wasserstraße (hier alle Details zu Etappen 6-10, Etappen 11-15 und Etappen 16-20).

La Chambre au Loup

Auf Etappe 19 stoßen wir zu unserer eigenen Überraschung auf einen wunderschönen, wenn auch sehr kleinen Nationalpark, der eine richtige Landschaftsinsel inmitten der Wälder ist – schroffe Felsen und wild blühende Kakteen und Weidengebüsch prägen das Bild.

…Erlebnisse

Der Spa in Bagnoles d’Orne

Eine super Erholungsmaßnahme nach langen anstrengenden Etappen und sehr entspannt, das wir den gesamten Bereich ganz für uns haben – wir genießen ihn sehr den Spa im Bade-und Kurort Bagnoles d’Orne.

Der Kassettenrekorder mit Bob-Marley-Klängen im Sloowli

Chillig, entspannend und Jamaica-Vibes versprühend – eine wirkliche Wander-Ruhe-Oase haben wir im Sloowli gefunden und das zu den Klängen von Bob Marley – mega!

Das Wildschwein bei Dol-de-Bretagne

Eine tolle Wildbegegung – und so unerwartet, dass wir immer noch darüber lachen müssen, wenn wir uns zurückerinnern.

Die Ostermesse in Le Mont Saint-Michel

Und hier noch eine Erwähnung unseres Aufenthalts auf der Insel Le Mont Saint-Michel. Ein echtes Erlebnis war die Ostermesse in der geschichtsträchtigen Klosterkirche!

Der Willkommensdrink in Versailles

Fast schon hätten wir ihn total verpasst, doch vor dem Aufbruch auf unsere Paris-Etappe gönnen wir uns ihn doch noch: Den Wilkommensdrink in unserem Luxushotel in Versailles.

…Gadgets entlang des Weges

Der 24/7 Austernautomat

Auf Etappe 25 am Weg von Saint-Malo nach Cancale trauen wir unseren Augen kaum, als auf einmal am Rand des Weges ein 24/7 Austernautomat auftaucht. Sehr praktisch!

Die Mediathek in Saint-Malo

Nicht nur zum Blogschreiben war diese sehr praktisch, sondern auch um einige organisatorische Dinge wieder mal in Ruhe erledigen zu können – die Mediathek in Saint-Malo mit gratis Computerzugang.

Baguette-Automaten

In jedem noch so kleinem Örtchen findet man sie in Frankreich: Baguette-Automaten, die uns so über einige Hungerstrecken hinweggerettet haben.

Der Pizza-Automat

Hier definitiv noch eine Erwähnung wert – eines unserer absoluten Highlights!

…und natürlich alle Bäckereien!!

Ob Frühstück, Mittag- oder Abendessen – in den französischen Bäckereien kann man sich mit allem eindecken. Noch dazu bekommt man hier einen Einblick in das Dorfleben und findet die ein oder andere lokale Spezialität.

Und die top sechs…

…Begegnungen

  • Die Taxifahrerin zu Etappe 1, mit der wir uns über Regenbogen, die Bretagne und Schulferien in Frankreich unterhalten und die schon zu unserer ersten Etappe nicht zu Unrecht meint: „Wow, da habt ihr aber etwas vor!“
  • Der Epicerie-Verkäufer in Le Faou (zu Beginn von Etappe 5), der uns sehr gut zu lokalen Produkten (Muschelpastete zum Beispiel) beraten hat – und zwar auf Deutsch!
  • Der Fernwanderer in der Bäckerei in Le Faou, mit dem wir über den gatschigen Zustand der Wege jammern.
  • John und Larry in der Bar in Caurel (am Ende von Etappe 11), ein Abend, den wir wohl nicht so schnell vergessen werden und bei dem wir so Einiges über die König-Artus-Sage gelernt haben.
  • Der Belgische Café-Besitzer in Tréhorenteuc (auf Etappe 17), der nicht nur total entspannt und nett ist, sondern auch einen tollen Musikgeschmack hat.
  • Die Markierer, die am GR 22 unterwegs sind (auf Etappe 37) und Wanderwegmarkierungen erneuern – im Zuge der Olympischen Spielen in Paris 2024.

…Lustigen Momente

  • Das Foto “vom Inhaber”, das wir auf Google Maps zu unserer Unterkunft in Montauban (von Etappe 19 auf 20) entdecken.
  • Als im Restaurant in Le Mont Saint-Michel (an unserem Pausentag nach Etappe 26) die Kellnerin niesen muss, ich laut und automatisch „bless you!“ sage und wir beide daraufhin den restlichen Abend einen Lachanfall haben.
  • Als die Motorhaube eines Rasenmähers vor unseren Augen vom fahrenden Anhänger abreißt und quer über die Straße schlittert. (auf Etappe 41).
  • Das Schild „Danger Zone de Chasse“, das einen running Gag unserer restlichen Wanderung auslöst. (auf Etappe 43)
  • Als auf der Brücke des Gezeitenkraftwerks vor Saint-Malo (auf Etappe 22) die Warnung „Bitte bewegen Sie sich von der Brücke!“ ertönt und ich meine: „Nein, nein, der meint sicher nicht uns!“
  • Als wir beim Versuch unsere Unterkunft beim Etang de Neal zu buchen, ein Telefonat (oder eben auch nicht) mit dem “Papa” des Sohnes, der unsere Anfrage auf Google beantwortet, führen. (auf Etappe 20)

…Schaf-Momente

(Top 3: denn ja wir haben viele Schafe gesehen, aber so spannende Sachen ham die meisten davon nun auch wieder nicht gemacht)

  • Die Schafherde, die zum Anfeuern zu uns gerannt kommt, als wir es auf Etappe 6 auch sehr dringend notwendig haben.
  • Die Schafe, die uns verschiedene Arten Gatsch zu queren noch einmal schön demonstrieren auf Etappe 27.
  • Das Schaf auf Etappe 38, das mindestens genauso jämmerlich jammert wie ich.

Und sind wir ehrlich, auch wenn das meiste wunderschön war, gab es auch ein paar Flops: 

Hier also die Bottom drei….

…Etappen

  • Etappe 6, auf der ich schon nach 5 Kilometern der 30 anstehenden keine Lust mehr auf Wandern hatte und echt nicht gewusst habe, wie wir das durchstehen sollen (Achtung Spoiler: Wir sind angekommen – zwar mehr schlecht als recht, aber immerhin).
  • Etappe 30, auf der der Matthäus nicht ganz fit ist und wir Flüsse sehen, wie wir sie danach (Gott sei Dank) nicht mehr auf der Wanderung sehen werden. Durch die reißende Strömung sind Flussquerungen nicht mehr möglich, weshalb wir zu größeren Umwegen gezwungen werden.
  • Etappe 35, auf der wir sämtlichen Wetterlagen ausgesetzt sind und die uns auf kleinen Waldpfaden bergauf und bergab führt und so unsere Bergkondition ganz schön unter Beweis stellt – immerhin endet diese Etappe mit einer köstlich warmen Suppe!

…Unterkünfte

  • La Dragonne im teuren Bellême, wo wir nach Etappe 36 übernachten und mit der Gastgeberin eine Heizungsbattle austragen: Sie schaltet runter auf 17°C, wir schalten hoch auf 27°C und das mehrere Stunden lang im Hin und Her…
  • Aubrey, unsere Gastgeberin nach Etappe 6, bei der wir total fertig ankommen und uns sehr über das schon brennende Feuer freuen, die sich aber als enorm kompliziert herausstellt und uns in unserem müden Wandererstatus damit ein bisschen überfordert.
  • Unser Vermieter in Ploërmel, der uns erst per Kamera und nach einem Telefonat unsererseits mit Booking gesehen hat und uns dann gnädigerweise endlich hineinlässt in die warme Stube.

…Gatsch-Momente

  • Ungesehen auf der restlichen Wanderung übertrifft Etappe 6 in Punkto Gatschigkeit alle anderen: Gatsch und umgefallene Bäume sind überall.
  • Auf Etappe 26 warnen uns zwei Wanderinnen: Vor euch ist unumgehbarer Gatsch inklusive elektrischem Zaun auf beiden Seiten: Eine Warnung die wir nicht ernst genug nehmen und wo sie aber Recht behalten: Es ist unumgehbar und kostet uns somit einige extra Kilometer Umweg.
  • Auf Etappe 30 stehen wir vor einer weggerissenen Brücke und einem reißenden Strom und fragen uns: Und was jetzt? Eine Lösung findet sich zum Glück, aber wie auch auf Etappe 26 beschert uns diese einige Kilometer extra.

So also die Zusammenfassung unserer ersten 1000 Kilometer am E5. Insgesamt würde ich sagen war es ein super Start auf unserer ersten Fernwanderung voller toller Momente, spannender Begegnungen und wunderschöner Landschaften.

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