
Amorgos ΑΜΟΡΓΟΣ
Die geschilderten Ereignisse beruhen auf wahren Begebenheiten, manche Namen der darin vorkommenden Personen wurden jedoch geändert.
Sonntag, 27.August
Johannes in der Blüte des Lebens
- 4:45 unser Wecker klingelt viel zu früh
- Taxi wartet auf uns: wir kommen sehr pünktlich am Hafen an, die Fähre wartet, wir sind unter den ersten, die an Bord gehen
- finden einen schönen Platz und es stellt sich heraus: wir haben zwei Kabinen mit 4 Betten
- Marco, Christmas, Tom, Baobun und Ron (der heute Nacht angekommen ist) legen sich in ihrer Kabine schlafen, während wir anderen von Deck aus beobachten, wie die Fähre Athen verlässt

- wir unter der griechischen Fahne sitzend, den Blick zurück auf den Hafen gerichtet: Matthäus zu Tom „so jung und doch so weise“, tja, das können wir von Johannes nicht behaupten
- Johannes hat uns gestern gesagt: „Nein, es wäre total dumm auf der Fähre Kaffee zu kaufen, der ist viel zu teuer!“ – schon vor dem Ablegen hat natürlich jeder von uns einen Freddo Kaffee in der hand
- wenig später: Myko und Nos legen sich in die Kabine zum Schlafen und noch ein wenig später folgen Matthäus und ich ihrem Beispiel
- während wir schlafen, wechseln unsere Zimmergenossen und als wir aufwachen, sind es nicht Myko und Nos, sondern Johannes und Simon, die in den Kojen unter uns liegen
- Wir fühlen uns ein bisschen lebendiger und nach einem weiteren Freddo Cappucchino gesellen wir uns zu den anderen auf das mittlerweile bisschen überfüllte Deck
- Wir vertreiben uns die Zeit mit Spielen, ich schreibe bisschen und wir essen die restlichen Leckereien unserer gestrigen Bäckerei-Eskalation

- Während des Spiels ruft Simon plötzlich laut: „It does not matter what I do- you are going to end up on top of me“
- Ankunft in Amorgos – wir beim Aussteigen ganz vorne (aufgrund der öfters aufgekommenen Frage, ob ein Bus kommt, und wenn ja, ob wir ihn wohl erwischen werden? Glaub nicht, der wartet sicher nicht auf die Fähre…. ) – Tom (der hinter Johannes, Marco und Nos steht) zu uns: „Watch me, I will be the first one to touch land“ – die Rampe wird langsam heruntergelassen, Tom stürmt nach vorne, überholt alle und ist tatsächlich der erste, der den Boden der Insel Amorgos berührt
- Der Bus ist da und wartet (wir rennen hin, nur um dann 10 Minuten lang im Bus zu sitzen und auf die anderen Fährpassagiere zu warten – das Gute: wir erhaschen einen Platz in der letzten Reihe)
- Wir fahren quer über die ganze Insel, weil wir irgendwie die Fähre gebucht haben, die am Hafen auf der anderen Seite ankommt, um unser Dorf Aigialis zu erreichen
- die Straße ist super kurvig (es ist eine bergige Insel) – erste Kurve, Tom: „Kurve beginnt!“
- Ca. 10 Minuten nach Ankunft und Einchecken in unseren schönen Appartements mit Balkon und Meerblick sehen wir Johannes und Tom zum Strand rennen

- Wir gehen schwimmen, super schön, während wir den Sonnenuntergang über dem Meer beobachten
- Johannes, der heute Geburtstag hat, organisiert Bier und wir stoßen mit ihm auf der schönen Insel Amorgos an (was will man mehr?)
- Auf geht’s zum Restaurant mit Dachterrasse, wo Johannes einen Tisch für uns reserviert hat
- Johannes sagt den crazy Satz: „Getränke gehen heute auf mich“ (als ob wir ihn heute zahlen lassen würden…), Marco überlegt, einen Cocktail zu bestellen, Johannes (die Augen verdrehend): „You can have a cocktail without the tail.“
- Viel Anstoßen, ausgelassene Stimmung, „Yamas!“ mit Raki, Weißwein kommt (Johannes hat den teuersten, den er auf der Karte gefunden hat, bestellt), Diskussion, wer ihn probieren soll, Marco: „Wer hat 300 Flaschen Wein daheim?“ Myko: „Nur weil ich Alkoholiker bin, heißt das noch lange nicht, dass ich Experte bin.“
- Bald ist der Moment gekommen, an dem Johannes fragt: „Wie spät ist es?“ und ich antworte laut und happy: „Shot o’clock!“
- Johannes verschwindet, um Gott weiß was zu tun, wir nutzen die Gelegenheit und Marco und Christmas organisieren Kuchen, wir dekorieren diesen mit den Kerzen und als Johannes zurück ist, überraschen wir ihn mit schön gedrehten Zigaretten (von Tom, Simon und mir), Kuchen und Kerzen und unserem schön (mehrstimmig) gesungenen „Happy Birthday“

- Wir überreichen die Geschenke: Ein Malaka T-Shirt, ein Feuerzeug und ein Fotobuch – Johannes ist glücklich (glaub ich zumindest)
- Plötzliche Eskalation: jemand (keine Ahnung wer) kommt auf die Idee, einen Olivenöl-Shot für Johannes einzuschenken (ohne ihn vorher zu warnen natürlich) – eine weitere Überraschung für ihn, die ihn sicherlich schon wieder sehr glücklich macht
- Aus Solidarität beschließen wir, alle einen zu probieren
- Einige von uns (wer könnte das wohl gewesen sein?) mögen den Geschmack und Tom und ich sind der Meinung, dass es sogar noch besser werden würde, wenn man es wie Tequila mit Salz und Zitrone trinkt – gesagt, getan: wir probieren es aus und ich muss sagen, der Shot erinnert an Salat, stellt sich aber als überraschend gut heraus
- wir bezahlen und ziehen weiter zum Touristenladen, wo der Besitzer – nach Johannes-Kenntnissen – Psimini Raki herstellt und verkauft – die Info ist richtig und wir decken uns also mit zwei Flaschen ein („Drink responsibly“, sagt er uns mit einem Augenzwinkern)
- Katzen überall, Tom spricht mit einer „cat, big fucking fat cat“ – die Katze wird aggressiv, das wird zum wiederkehrenden Motto der Reise, Ron erfindet das Akronym „BFC“ (unten am Bild die Original BFC)

- Auf Matthäus‘ Telefon notiere ich (ein bisschen wie ein Journalist) sogleich die lustigen (und erinnerungswürdigen) Dinge, die während des Essens gesagt wurden
- Myko vehement (wir erinnern uns an den Cocktail-Witz) „Nein, das war ich nicht. Das war natürlich Johannes – ich bin schlauer.“
- Wir lernen den französischen Ausdruck „secret de polichinelle“, etwas, was jeder weiß, aber niemand laut ausspricht
- Zum Abendausklang chillen in einer sehr schönen Strandbar


- Christmas und ich treffen einen Schweden aus Malmö, der sein Date sitzen lässt (wenn mich der Rest nicht überzeugt hätte, dann ja wohl spätestens das) und sich mit Christmas und mir „unterhält“ (ein starkes Wort dafür) – das Highlight ist als, wie er hört, dass wir in den Niederlanden leben, er zu Christmas, die aus Brasilien kommt, sagt: „Ja, stimmt, du schaust sehr Niederländisch aus“ – jaja, sehr Niederländisch
- Auf dem Heimweg machen wir natürlich unseren obligatorischen Stopp in der Bäckerei, die leckere Snacks hat und 24/7 geöffnet ist! Super, diese Insel =)
- Dämmerung des Morgengrauens über dem Meer, wunderbare Atmosphäre, gute Nacht!
Montag, 28.August
Die Griechische Lasagne
- Endlich können wir so lange schlafen, wie wir wollen =) =) =)
- Frühstück im Frou Frou
- Tom macht eine Liste, auf der steht, wie oft Marco und ich eines der folgenden Dinge sagen: „Mmmh, das schaut ja lecker aus – darf ich probieren?“, „Teilen wir es uns?“
- Mit perfektem Timing (um genau 15:30 und mit bereits gestartetem Motor) erwischen wir den Bus, um auf die andere Insel zum Strand zu fahren
- Wir fahren mit einem Boot (wirklich?!) hinüber, und es stellt sich heraus, dass die Insel nicht menschenleer und verlassen ist – wie Johannes gemeint hat – sondern voller Menschen, Ziegen und (paradiesischem) Freddo-Kaffee
- Wir finden einen schönen Platz unter einem Sonnenschirm im Schatten und insgesamt ist das Ganze sehr entspannend
- Die einzige Störung kommt durch den Hund in der Nähe, der von einer Ziege geärgert wird, die daran einen Riesenspaß zu haben scheint – je mehr sich der Hund ärgert, desto mehr Spaß hat die Ziege, Tom: „Whatcha gonna do?! Whatcha gonna do?!“
- Einige motivierte Leute machen eine Wanderung, Marco und Tom haben besondere Ambitionen („Der Berg ruft!“) und wollen auf den Gipfel des kleinen (einzigen) Hügels, der sich auf der Insel befindet
- Johannes wird leicht nervös, da das letzte Boot bald von der Insel abfährt – letztendlich schaffen alle es aufs Boot, Johannes ist glücklich

- kurzer Spaziergang zur Busstation, um festzustellen, dass der Bus natürlich verspätet ist
- Beim Warten sehen wir ein interessantes Phänomen: Eine ältere Dame überholt ein (schnell fahrendes) Auto in einer (sehr engen) Kurve in einem rasanten und wilden Überholmanöver – Marco ist schockiert
- Tom und Marco möchten Hitchhiken, Tom: „Wie ist noch mal der Name der Stadt? Wohin fahren wir?“, trotzdem und zu unserer Überraschung, schaffen sie es und kommen vor uns an
- Telenovela: als wir zurückkommen, haben Myko und Nos uns verlassen, …… sie sind mit der Fähre nach Mykonos gefahren, um von dort zurück in die Niederlande zu fliegen („Duty calls“ schreiben sie in der Whatsapp-Nachricht)
- das schmeißt natürlich Fragen auf und viele Theorien werden diskutiert, wir fragen uns: Wen trifft es als Nächsten?
- Unsere Lieblingstheorie: Sie sind zusammen abgehauen, um zu heiraten, Tom: „Sie können überall hingehen – vielleicht in die USA – dann können sie heiraten, was sie wollen – vielleicht eine Katze?“ (BFC for the win)
- Abendessen in der Stadt oben auf dem Hügel (der über Aigiali thront): wir bestellen Moussaka
- Ron (erklärt Baobun, was Moussaka ist): „Das ist wie eine griechische Lasagne“, es folgt ein schockiertes Schweigen und dann sagt die Kellnerin langsam: „Ich habe keine Worte – ich fühle mich beleidigt.“
- Die Kellnerin fragt uns, was wir beruflich machen – Tom zeigt auf Ron: „Er ist Koch.“
- Sie erzählt uns, dass im Winter nur ein einziges Geschäft auf ganz Amorgos offen ist, und wir können uns das folgendermaßen vorstellen: sie, einsam im ausgestorbenen Ort gemeinsam mit 300 Katzen
- Zur Nachspeise gibt es Feigen: Ron „Ah, wie Bitterballen“
- Alter Mann (der aus einem TikTok-Film, der auf dem Tisch tanzt) zu Johannes, der anfangs Schwierigkeiten hat, ihn zu verstehen: „Der Unterschied zwischen den Deutschen und den Franzosen: die Deutschen zahlen und geben viel Trinkgeld; die Franzosen … aaah … (macht eine Geste mit der Hand) … you know“

- Sehr passend, dass Tom (unser Franzose) gerade heute Morgen beim Frühstück vehement gesagt hat „It’s time to make money out of this island“ und gleichzeitig der Letzte in der Splitser App ist, die wir zum Geld-tracken verwenden
- Nach dem Abendessen wandern wir zurück in die Stadt (Tom: Wo? Welche Stadt?)
- Irgendwann drehen wir um und haben Johannes und Marco irgendwie verloren – wir sind nur noch zu siebt
- Ich: „Wenn wir so weitermachen, sind wir morgen nur noch zu fünft“
- Wir kommen auf die Idee, dass Ron ein Restaurant eröffnen sollte, in dem es jeden Tag Lasagne in verschiedenen Varianten gibt (Moussaka, Baklava, …)
- wir kommen an einigen Resorts/Häusern vorbei und haben von Johannes gehört, dass es irgendwo auf diesem Hügel ein sehr fancy Resort gibt – was dazu führt, dass wir an jedem Resort langsam vorbei gehen, es kritisch betrachten und uns gegenseitig fragen: „Glaubst du, das ist das fancy Resort?“ nur um dann lautstark festzustellen „Nooo, not this one, this is not fancy!“
- Schließlich finden wir das Resort (es ist kaum zu übersehen): „Meinst du, Myko und Nos haben hier ein Zimmer gebucht?“
- wir sieben gehen in einer Reihe hintereinander, was ein bisschen an Zwerge erinnert: inspiriert beginnen wir, die Melodie zu pfeifen in unserem Zwergenmarsch und jedes Mal, wenn ein Auto kommt, schreit der vorderste „Into the Ditch!“ und wir springen alle in den Graben
- Die Suche nach Schneewittchen beginnt – Tom: „Die erste Person, die wir sehen, ist Schneewittchen“
- mit unserem Glück ist die erste Person, die wir sehen, jemand, der auf einem Motorrad den Hügel hinauffahrt – there goes Schneewittchen und die Suche wird abgebrochen
- Ankunft vor der Bäckerei: Auftauchen der BFC
- wir warten auf unsere zwei verlorenen Zwerge, ich muss dringend aufs Klo, verkündige das laut in der Runde, bevor ich ins Hotel sprinte, das Bett sehe und bam, mich schlafen lege – das wird zum Running Gag, immer wenn jemand sich aus dem Staub machen oder ins Bett gehen will, schreit er „ich muss aufs Klo“ und macht den Marie-Move
- die anderen meanwhile: Eskalation wie immer, Bar, andere Bar: Cocktails, schwimmen, Bäckerei
Dienstag, 29.8.
Taxis warten, Busse nicht
- gestern Abend wurde der Plan für heute geschmiedet:
~Christmas:
– Bus departs at 1230
– Brunch in Cora
– Monasterie
– Beach
– Dinner
– Bus back to Hotel
- Wir wachen um 12h auf, Matthäus erzählt mir vom Plan – also packen wir flott unsere Sachen ein und machen uns fertig
- Wir alle (?!!!) (9) schaffen es pünktlich zum Bus
- Christmas: „das ist der Plan und der wird sich nicht ändern“ – 2 Minuten später: oh, das Kloster öffnet erst um 5, Planänderung
- Ankunft in Chora – wir finden ein sehr schönes Frühstückslokal auf einem voll netten Platz mit Bäumen – super Sache, denn diese spenden dringend notwendigen Schatten
- das Frühstück ist wirklich gut, der Cappuccino Freddo hat viel Zucker, aber wie leider oft der Fall ist er fast nicht trinkbar ohne (was ich natürlich ausprobiere)
- Wassermelonensaft exquisit
- Sehr entspannter Brunch, bis Johannes ein Taxi zum Strand in einer Stunde bestellt – ab zur Bäckerei, Tom und ich gehen Postkarten kaufen, wir sind zu spät zum Taxi, das mit den anderen schon auf uns wartet
- Taxi zum Strand – sehr schön, ein richtiger Steinstrand, der mich ein bisschen an Kroatische Strände erinnert, super heiß in der Sonne, schwimmen, vom Felsen springen – erst von einem kleinen, und dann will Johannes mehr Adrenalinkick, also schwimmen wir zu einem sehr großen Felsen, Johannes klettert hoch, Tom hinter ihm, Johannes schaut kritisch runter, ich: „Was machen die da?“ Matthäus: „Contemplating life choices“ Tom (10 min später): „Nach langem Überlegen…“ (sie klettern wieder runter)
- Schließlich Sprung vom anderen Felsen ins Wasser (der fairerweise höher ist als der erste)
- Noch ein bisschen chillen auf den Steinen, dann plötzlich: „Der Bus fährt in 5 Minuten!“
- Alle rennen (ich ziehe mich in weniger als einer Minute um, dank Triathlon-Training), nur Marco geht sehr langsam und schaut verträumt in die Welt
- Es stellt sich heraus: Taxis warten, Busse nicht
- Johannes und Christmas sind nett und warten auf Marco, nur um ihn sagen zu hören: „Ach, keine Sorge, ich wollte sowieso den Berg hinauf gehen“
- So sind wir schon etwa eine halbe Stunde am Kloster, bevor sie atemlos ankommen
- Vom Busbahnhof noch ein ganzes Stück zu Fuß hinauf zum Kloster, schön gebaut, genau passend in die Steinmauer, weiß gegen dunklen Fels

- Ich: „Wir können oben im Café auf die anderen warten“, die anderen: „Café?!“
- Es kommen Leute an uns vorbei, die auf dem Weg hinunter sind: „Nope, no café, only water“
- Oben müssen wir uns anständig anziehen – lange Hosen, Röcke und langärmelige T-Shirts, Tom findet seinen neuen einzigartigen Look (siehe Bild), passt gut

- Ab geht es ins Kloster, in dem wir dank all der Kleidung noch mehr schwitzen als eh schon – Gott sei Dank ist der Besucherbereich nicht sehr groß, es gibt einen schönen Balkon mit Aussicht – wir beobachten, wie sich die anderen die Treppen hinaufmühen
- Letzter Halt auf dem Weg hinaus: „You can sit here“, ok – wir bekommen sehr guten Raki (!) serviert, sehr gut (!), leider nicht zu verkaufen, Höhepunkt des Besuchs
- Eintrag ins Gästebuch (irgendwas in Richtung „Yamas!“), Matthäus: „Ich bin mir nicht sicher, ob es ein Gästebuch war, sie haben es weggeräumt, nachdem du uns eingetragen hast…“
- Ausgang: wir überlegen, uns umzuziehen und in einem neuen Outfit noch einmal ins Kloster zu gehen, um noch einen Raki zu bekommen
- Andere kommen endlich an: eine voll liebe Katze sitzt auf der Felskante (die steil abfällt Richtung Meer), Tom zu Johannes: „Vorsicht, nicht die Katze erschrecken!“, Johannes nähert sich – Katze springt von der Klippe – „Johannes!!!“
- Johannes im Kloster: ein weiser, alter Mönch aus dem Kloster sagt ihm: „Du wirst dir dein Auge mit deinen eigenen Händen ausreißen“, Johannes schockiert
- Wiedersehen mit unseren Freunden vom Felsenspringen, ein Typ, der zusammen mit Baobun gesprungen ist, freut sich, uns wieder zu treffen
- Taxi zurück nach Chora- klein, fährt zweimal, kein Problem, Fahrer super schnell

- Wir teilen uns auf, die einen machen einen Spaziergang durch die Stadt, die anderen chillen in einem sehr schönen Café, das Johannes empfiehlt – ratet mal, zu welcher Gruppe ich gehöre
- Ron und ich bestellen ein sehr gutes IPA (Ron: „Verrry nice!“, Worte, für die er während unserer Reise bekannt wird) – wirklich sehr schön, mit Blick auf die Windmühlen, die die malerische Stadt mit ihren weißen Häusern einrahmen

- Auf geht’s zum Restaurant – das Essen ist ganz gut, besonders der Oktopus, die Kalamari und der Wolfsbarsch (njam)
- Christmas und Marco denken über große Pläne für morgen nach (Schiffswrack, Strand usw.)
- Wir auf der anderen Seite des Tisches: „Der Plan ist es, keinen Plan zu haben“
- Wir denken darüber nach, früh aufzustehen, um den Bus um 11:15 Uhr zu erwischen, Christmas (sarkastisch): „Ja, ja… früh“, Marie: „11:15h, das schaffe ich wirklich nicht!“ – es ist alles relativ
- Wir beschließen, ein Taxi zu nehmen, um nach Hause zu fahren, da alle ein bisschen müde sind, Marco stattdessen: „Wir können auch zu den Windmühlen gehen und chillen“, ich frage mich – Windmühlen und chillen, ist das ein niederländisches Ding?
- Marco entscheidet sich zu bleiben, eine Runde spazieren zu gehen und mit dem späten Bus nachzukommen
- Ankunft in Aiyiali, wir sehen, dass im Amorgi (einer Bar) heute Abend Live-Musik gespielt wird – Johannes, Tom, Simon, Matthäus und ich finden gute Plätze und Raki wird bestellt, Tom: „Ja, ja, wir machen einen alkoholfreien Tag“, Yamas!
- Tanzen, sehr schöne griechische Musik, tolle Stimmung, überwiegend griechisches Publikum, Teller werden geworfen, später fliegen auch Stühle durch die Gegend, es ist ein Erlebnis, aber auf alle Fälle sehr schön
- Johannes nach mehreren Flaschen Raki und um 3 Uhr in der Früh: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich es morgen zum 11:15 Bus schaffe“, wir kommen auf die Idee, ein lokales Schiffswrack zu kreieren, damit wir nicht über die ganze Insel fahren müssen, um eines zu sehen
- Johannes trifft einen Freund, den er vom Camping vor 10 Jahren kennt, sagt hallo (natürlich kennt er Johannes auch noch), Thodoris ist sein Name (glaube ich), Johannes beschreibt ihn: „There is no way this guy can stay in a place other than the camping“
- Nostalgie wiederhergestellt, wir drei (Chicago-Crew: Johannes, Simon und ich) machen einen Spaziergang zum Campingplatz, Johannes erzählt uns, dass ein Wachmann den Eingang kontrolliert, wir hören ihn aus 200m Entfernung schnarchen (Johannes: „Ah, es hat sich nichts geändert“), also keine Probleme mit dem Hineinkommen
- In der Tat ein sehr schöner Campingplatz, wir gehen durch, die Nostalgie geht für Johannes über Bord
- Um einen schönen Kontrast zu schaffen, gehen wir danach auch durch die Luxus-Hotelanlage, wieder hält uns kein Wachmann auf, Simon: „Schön, wir können im Pool schwimmen!“, Johannes: „Dann ist der Wachmann hinter uns“
- Erreichen die Strandbar, bekommen den berühmten U-Boot-Shot, chillen in sehr schönen und bequemen Stühlen direkt am Strand, perfekte Nacht, treffen alle, die schon in Amorgi waren
- Die Nacht endet, als die Sonne schon aufgegangen ist, wir beobachten den Sonnenuntergang von den Stühlen an der Bar aus
- Ende in der Bäckerei natürlich, wir sehen BFC
Mittwoch, 30.August
Der Plan ist es, keinen Plan zu haben
- Simon schickt eine sehr akkurate Zusammenfassung von gestern Nacht:

- Notizen von heute: Keine
- Ich schlafe ordentlich aus (bis 15:00), habe die Idee, mich heute nicht weiter weg vom Appartement zu bewegen als bis zu Frou Frou
- Das funktioniert gut, bis um 22 Uhr und als Johannes und ich endlich wieder wach sind („ich bin ein Geschöpf der Dunkelheit“, erkläre ich Matthäus), nehmen wir ein Taxi nach Lagada (eine kleine Stadt auf einem anderen Hügel), wo wir Abendessen
- Eine Katze kommt vorbei: Baobun ruft plötzlich: „Sie ist kastriert“

- Spaziergang nach Hause auf dem vom fast Vollmond („blue moon“) hell beleuchteten Weg, Baobun, der ständig am Handy klebt, fällt zweimal fast hin, Johannes schafft es, ihn zweimal zu erschrecken, indem er aus dem Gebüsch springt (und man kann wirklich ALLES sehen, so hell, wie der Mond leuchtet)
- Ankunft zurück auf dem Platz in Aiyiali, Marie macht den Marie-Movie
- Der Rest der Truppe zieht weiter ins Amorgi, allerdings muss die Bar sich scheinbar noch von gestern Abend erholen: es gibt weder Raki noch Shot Gläser, alles, was Johannes wollte, war nicht da, als Ausgleich bekommt er von Baobun immerhin eine Massage
Donnerstag, 31.August
In dem sich alles um Griechisches Essen und Griechische Tänze dreht
- Frühstück im Frou Frou um 15:00 wie immer
- Ron bestellt Espresso Affogato, die Kellnerin versteht „Avocado“, schaut ihn ungläubig an, 2 Minuten später Johannes: „Was hast du bitte bestellt? Espresso Avocado?“
- Anscheinend ist Marco gestern Abend über den Balkon ins Zimmer geklettert (eine sehr romantische Marco- und Christmasgeschichte)
- Tom ist aufgeregt, da heute Abend Tanzen auf dem Festival am Programm steht und fragt Johannes: „Hast du zufällig ein griechisches Parfüm für mich?“ Ron: „Eines, das riecht wie Baklava und Ziege“
- Am Nachmittag chillen wir im Q (in der voll gemütlichen Strandbar), spielen Tichu, quatschen, etc.
- Festival in Tholaria (die Stadt auf dem Hügel, in der wir schon einmal Abendessen waren): Johannes hat klugerweise in einem Restaurant in der Nähe des Platzes reserviert, die Stadt ist voller Menschen, auf dem Platz gibt es Live-Musik (ein Gitarist, ein Typ mit Geige und ein Sänger)
- Wir essen Innereien – Kokoretsi, Ron: „It tastes like licking a goat from behind“
- bald schon werden zur Musik Griechische Tänze getanzt und es dauert nicht lange, bis wir mitten im Geschehen sind und traditionelle Griechische Tänze im Kreis tanzen, die Schritte (circa) lernen und alles in allem die Atmosphäre genießen

- wir spazieren wieder den Hügel hinunter „under the moonlight“ (Johannes, fast singend), diesmal finden wir sogar den Wanderweg (und gehen nicht auf der Straße), also gibt es auch keinen Graben, in den wir hineinspringen können, Marco und Johannes gehen in guter alter Tradition verloren in einer Allee voller Olivenbäume (sehr romantisch)
- Spaziergang zum Q, tanzen, tanzen, tanzen, ich lerne eine Menge neuer Freunde kennen, klaue zwei Bier („Das passt schon, er wird sie später bezahlen“ – aber wer? – dank schlechtem Gewissen lasse ich immerhin am nächsten Tag sehr großzügig Trinkgeld da)
- Schwimmen im Meer, am Schluss bleibt schon wieder die Chicago Crew übrig, super toller Abend insgesamt
- Besuch bei der Bäckerei (in bleibender Erinnerung)
- Simon und ich werfen die Spinattasche von einem Balkon zum anderen („mmh, ist voll lecker, hier koste mal“), selbstverständlich fällt die Spinattasche hinunter auf den Balkon im ersten Stock (nicht unserer, wir sind im 2. Stock)
- ich öffne fast lautlos die Balkontür zu unserem Balkon (BOOM!), Matthäus ist wach, ich rufe begeistert „Matthäus ist wach!“, dann werfe ich noch einmal einen Blick zurück ins Zimmer „… ooh, und grantig“ – kein Wunder
Friday, 1.September
Festival und Feuerwerk
- Frühstück im Frou Frou mit Sonnenbrille (das ist die Zusammenfassung meines ganzen Tages)
- Die Anderen waren bisschen produktiver: Festival in Aiyiali, Tanz auf dem Hauptplatz (Ron, der gerne Parallelen zieht, meint: „Das ist wie Irish Folk Music“), ein Feuerwerk sehr passend zum Start von Christmas‘ Geburtstag um Mitternacht
- Johannes findet neue Freunde, verlässt die anderen und geht stattdessen mit seinen neuen Freunden zum Q, bleibt wie immer bis sie zumachen, um dann mit einem Typ vom Camping, der eine Gitarre mit hat, vorm Q zu tanzen
