
Hochzeitsreisen-Feeling auf der Insel Anguilla
in der Karibik.
Samstag, 25.11
Das Paradies auf Erden
- Mit der Public Ferry erreichen wir die Insel Anguilla – nachdem wir auf der nahe gelegenen Insel St. Martin gelandet sind.
- Diese ist ein echtes Erlebnis: Wir sind in etwa die einzigen Menschen auf der Fähre, die eine helle Hautfarbe haben, und es sieht so aus, als würden viele die Fähre zum in die Arbeit Pendeln nutzen.


- Einige haben aber auch viel Gepäck mit dabei, das bei der Ankunft in Anguilla von der Pflanzenbehörde sorgfältig durchgecheckt wird – denn es ist strengstens verboten, fremde Tier- und Pflanzenkulturen mitzubringen, wie auf den meisten Inseln.
- Der Taxifahrer, der uns zum Hotel bringt, fragt uns, ob wir schon einmal hier waren und als wir verneinen, sagt er enthusiastisch: “Welcome to paradise on earth!”
- Nicht nur, dass die Insel wahrlich das Paradies auf Erden ist, auch unser Hotel ist paradiesisch: Mit Matthäus Punkten haben wir ein super fancy Resorthotel direkt am Strand gebucht, wobei man fairerweise sagen muss, dass die langgestreckte und flache Insel fast ausschließlich aus Strand besteht.
- Das Hotel besteht aus mehreren Häusern und wir haben mords Glück und haben ein Zimmer in dem Haus direkt am Meer bekommen, sodass wir beim Einschlafen und Aufwachen das Rauschen des Meeres und die Wellen, die auf den Strand auflaufen, hören – mega!

- Das Hotel-Erkunden heben wir für morgen auf, erst einmal verbringen wir den Abend mit Meerblick am Balkon und sind einfach nur in einem Zustand zufriedener Glücklichkeit.
Sonntag, 26.11.
Wo ist schon wieder der Freund vom Socken?
- Zuerst einmal gönnen wir uns ein laaanges Frühstück vom Frühstücksbuffet, das uns die nächsten Tage zur Verfügung steht und nicht gerade zu einer Abnehmkur einlädt.

- Dabei ergattern wir einen Platz ganz nahe beim Meer, wobei die Tische in den Sand gestellt wurden, sodass man beim Frühstück die Füße angenehm in den Sand baumeln lassen kann.
- Nachher wird mal wieder in die Hände gespuckt, aber das Bruttosozialprodukt nicht gesteigert, denn wir waschen unsere Wäsche und nachdem wir die Preisliste der Hotelwäscherei gesehen haben (25$ pro T-Shirt, 50$ für eine Hose), haben wir beschlossen, die große Badewanne zu nutzen, um unsere Wäsche mit unserem Rei-in-der-Tube per Hand zu waschen.
- Eine halbe Stunde später, als wir Bad und Vorzimmer geflutet haben und unsere Arme vom Auswringen und nasses Gewand Durchkneten kaum mehr spüren, beschließen wir beide, dass die Waschmaschine eine der besten Errungenschaften der Menschheit ist und fragen uns: Warum haben wir überhaupt so viel (dreckiges) Gewand?!
- Nachdem das gesamte Gewand auf Balkon, Fernseher, sämtlichen Sesseln und der Bettkante verteilt aufgehängt ist, gönnen wir uns eine Pause – verschieben die Hotelerkundung auf später und chillen uns zuerst einmal auf zwei Liegen am Strand – so lässt sich’s leben!

- Der Strand ist einfach schon wieder ein Bilderbuch-Karibikstrand, es schaut wirklich aus wie in einem Werbeheft: Weißer Sand, gesäumt von Palmen und weit und breit türkisblaues Meer.
- Erholt und entspannt erkunden wir also das Hotelgelände, startend am Strand: Dort sind ganz viele sau gemütliche Liegen aufgestellt mit Schirmen, die vor der wirklich prallen Sonne schützen.
- Der Bereich geht direkt in einen offenen Art Innenhof, der zum Meer geöffnet ist, über, wo sich der Pool befindet – mit weiteren Liegen, versteht sich.

- Daran angrenzend sind die Restaurants und Bars verteilt: Es gibt das Frühstücksrestaurant, eine Rum-Bar, bei der man sich durch ein riesiges Assortiment von Rumsorten kosten kann und ein fancy Restaurant, bei dem man fancy Essen gehen kann und vorher reservieren muss.
- Ein bisschen weiter weg vom Strand befindet sich ein weiterer Pool – der Erwachsenen-Pool, bei dem es etwas ruhiger zugeht (obwohl auch der anderen Pool nicht gerade voll ist mit herumtobenden Kindern).

- Direkt neben diesem befindet sich eine Schwimmbahn, wirklich das ist als hätte man aus einem Schwimmbecken eine Bahn herausgeschnitten und dorthin verpflanzt – und als ich die Zehe reinhalte, stelle ich fest, dass die Temperatur auch wie im Sportbecken ist.
- Auf dem Weg zur Rezeption entdecken wir noch ein Fitnesscenter und ein Spa, wo man sich unter anderem massieren lassen kann, natürlich um horrende Preise.
- Wir beschließen, dass wir den Spa gar nicht brauchen, da wir in unserem riesigen Badezimmer eine Badewanne ham, die ich für Abende mit Entspannungsfaktor nutze.

- Es gibt auch eine Badeente, die wir immer noch besitzen und aufheben fürs Badeentenrennen am Woodquarterrock Festival.
- Den restlichen Tag verbringen wir abwechselnd am Strand, im Meer und im Zimmer, wobei der Balkon auch wirklich toll ist.
Montag, 27.11.
Chillertag
- Frühstück, schwimmen im Meer, schwimmen im Pool, lesen, gemütlich am Strand liegen und Blog schreiben, das ist alles, was wir heute machen – ein sehr schöner Tag!

Dienstag, 28.11.
Hilfe, wir verlassen das Resort!
- Wir trauen uns und verlassen heute zum ersten Mal das Resorthotel, um die „Gegend zu erkunden“ – also eigentlich möchten wir uns nur die Beine vertreten und ein bisschen den Strand entlangspazieren.



- Obwohl, wir haben gelesen, dass hier ganz in der Nähe ein Naturreservat ist, also denken wir uns: Nice, das erkunden wir.
- Allerdings stellt sich das Naturreservat eher als undurchdringbarer Dschungel von allen möglichen Pflanzen heraus, durch den wir nicht durchkommen, vor allem da er von einem riesigen Zaun umgeben ist und wir entdecken keinen Eingang weit und breit – als wir einen Hotelangestellten fragen, meint der nur lächelnd: „No, you cannot go there.“ Aha.
- Somit spazieren wir einfach den sehr, sehr langen weißen Sandstrand entlang, wobei wir an mehreren weiteren Resorts vorbeikommen und an der Küste mehrere Segelkatamarane sehen.

- Was wir auch beobachten, sind ganz viele Vögel beim Jagen: Nachher stellen wir fest, dass es ein Schwarm Brown Booby Vögel (Weißbauchtölpel) waren.
- Diese sind faszinierend anzusehen: Wenn sie jagen, stürzen sie sich förmlich kopfüber ins Wasser wie Speere und tauchen dann mit einem Fisch im Maul wieder blitzschnell auf, wobei sie ihre Beute dann schwimmend hinunterschlucken, bevor sie sich wieder in die Lüfte erheben, um Ausschau nach mehr Beute zu halten.







- Wir sehen den Schwarm über einem Riff, das sich glücklicherweise fast bis zum Strand erstreckt, wodurch wir die Vögel in ihrer vollen Pracht und von ganz nahe beobachten können.
- Eine ganze Weile betrachten wir die Vögel, bevor wir zurückspazieren zum Hotel und in unsere Chillerroutine verfallen – ein mega Tag schon wieder einmal!



Mittwoch, 29.11.
Das Riff aus der Nähe betrachten
- Heute möchten wir einige der schönen Riffe, die sich direkt vor der Küste befinden, aus der Nähe betrachten und leihen daher für Matthäus Schnorchel-Ausrüstung bei den Beachboys aus.
- Matthäus findet eine „optimale Schnorchelrunde“, die aufgrund der Strömung vorgeschlagen wird und die uns noch einmal die Beachboys bestätigen. (Bild hier: https://www.snorkeling-report.com/spot/snorkeling-shoal-bay-beach-anguilla/)

- Also folgen wir dieser oder probieren es zumindest, denn Riffe, die unter Wasser liegen, sind von Land aus schwer zu erkennen und finden.
- Auf jeden Fall stoßen wir auf Riffe, bei denen wir ganz viele Fische und Korallen sehen, was natürlich sehr schön ist.

- Teilweise sind sie so nahe an der Wasseroberfläche, dass man fast aufpassen muss, wo man entlangschwimmt, sodass man nichts berührt.
- Wir sind eine ganz schöne Zeit lang unterwegs und schwimmen dann auch retour zum Strand des Hotels, wobei wir am Weg noch einige kleinere Riffe entdecken – toll!
- Dann gönnen wir uns zur Feier des Tages einen Cocktail, den wir genüsslich am Strand auf Liegen chillend trinken.

- Ansonsten wird noch mehr gechillt, gequatscht, gelesen und am Abend genießen wir noch einmal den schönen Sonnenuntergang und den Balkon, von dem aus man ja das Meer so schön rauschen hört.

Donnerstag, 30.11.
Eine Reise in vier Stunden durch vier Länder
- Als wir aufstehen, müssen wir uns schweren Herzens von dem wunderschönen Resorthotel und unserem tollen Zimmer verabschieden und auf geht es zurück zum Ferry Terminal, zur Fähre, die uns nach St. Martin bringt.
- Vom Ferry Terminal aus sieht man schon Saba in der Ferne – unser heutiges Ziel, und davor erhebt sich St. Martin aus dem Wasser.
- Matthäus meint: “Wir bewegen uns heute in Sichtweite und kommen dabei durch vier Länder.”, das macht man auch nicht alle Tage.
- Weiter geht unsere Reise auf der Insel Saba, der Blogeintrag dazu folgt demnächst!
