
Athen Αθήνα
Die geschilderten Ereignisse beruhen auf wahren Begebenheiten, manche Namen der darin vorkommenden Personen wurden jedoch geändert.
Donnerstag, 24.August
Marcos Koffer und ein gebührender Start
- 13:04 Zug aus Delft nach AMS Schiphol
- 12:58 Simon schreibt: „Arrived at Schiphol“
- Obwohl wir einen Slot für die Security gebucht haben, herrscht allgemeiner Unglaube, dass es schnell genug geht, siehe Beispiel hier:
~Myko: I dont know either for tomorrow, but mid july it took me 2 hours 45 to go from luggage check-in (turkish airlines to Istanbul) to accessing the gate.
~Myko: Tomorrow I won’t have a check in luggage but I’ll anyway arrive well in advance
… (about 500 group messages later)
~Myko: It took less than 10 minutes in total
- ein paar Leute (Marco z.B.) haben zusätzliches Aufgabegepäck gebucht und sind daher überhaupt schon viel zu früh am Flughafen
- darum sind wir allein im Zug nach Schiphol
- aber trotz gründlicher Sicherheitskontrolle (gesamter Rucksackinhalt entleert- Kommentar Security Guy: „Oh, you read a lot?“, als er die ca. 10 Magazine und 2 Bücher sieht) sind wir die ersten beim Gate
- trösten Johannes, der sich schon Sorgen um uns macht
~Johannes: Is Marie and Matthaus with you?
… (keine Reaktion und 12 messages later)
~Johannes: Marie and Matth’us?
~Christmas: No idea
~Johannes: Are you in the same flight?
~Christmas: Yes
~Johannes: Do they know it?
… (31 messages later)
~Johannes: To the guys in the Netherlands have you all met?
… (keine Reaktion und 12 messages later)
~Johannes: Guys in Netherlands. let me know if you are all together
~Matthaeus: We are at the gate
- finally treffen alle am Gate zusammen und auf geht’s mit Transavia und ohne gratis Essen und Trinken nach Athen!
- unsere Resterln (Hummus und Boterham met Kaas) retten uns und Simon, der neben uns sitzt, gut über den Flug und wir kommen satt und zufrieden an
- reibungslos finden wir das Taxi, das Simon bestellt hat (es passt perfekt, ist ein 9-Sitzer und wir sind zu 8.)
- Marco und Christmas vorne: Marco zum Taxifahrer: „When do you usually have dinner here?“ (die allgemeine Frage, die sich Leute so stellen und die er sicher heute nicht zum ersten Mal hört), Taxifahrer: „After work. There is no fixed time.“ (beschreibt es ganz adäquat, finde ich)
- meanwhile starten wir auf der Rückbank-Lounge (wir sitzen 3 vs 3 gegenüber) eine Diskussion über ABBA und insbesondere „Mamma Mia“, was Baobun als super Einstimmung für die Griechischen Inseln sieht
- auf die Frage, ob Myko den Film gesehen hat, entgegnet er „No, and I do not think I want to.“
- Simon macht den Fehler, den Wunsch zu äußern, es möge bitte niemand ABBA Lieder singen
- 2 min später: Baobun und Maria (was also here) im Chor
Mamma Mia, here we go again… Take a chance on me….
- zu unserer Verteidigung: Myko hat gefragt, wie das Lied klingt, ob er es nicht doch kennt



- kurz darauf: kommen bei Simons, Mykos, Nos‘ und Baobuns Hotel an- es ist in einer total sketchy Gegend, Straßen teilweise unbeleuchtet, dubiose Gestalten unterwegs, Drogen leicht zu besorgen
- obwohl nur ca. 3 Minuten von unserem Appartement entfernt, das in einer tollen Gegend liegt
- mit Blick auf Akropolis (mit eben diesem ich auch gerade schreibe)! mega! Notiz: Während ich diese Zeilen schreibe, geht ein Akkordeonspieler an unserer Wohnung vorbei und die Atmosphäre mit der Akropolis, die sich vom strahlend blauen Himmel mit sanfter Abendstimmung abhebt, darüber der Mond, ist magisch
- ich werde nicht ganz so freundlich begrüßt, als ich aus dem Taxi ausgestiegen bin, trifft mich auf einmal ein Wasserschwall
- turns out Johannes und Tom haben sich einen Spaß erlaubt und mich vom Balkon aus überfallen
- eine Aktion, für die ich mich gleich nach Ankunft räche, indem ich Johannes mit meiner-im Kühlschrank gekühlten- Trinkwasserflasche eine Dusche verpasse
- angekommen, los geht’s Essen suchen
- Restaurants voll, finden ein nettes, nur drinnen Platz, macht nix, wir quetschen uns zu 6. (Johannes, Christmas, Marco, Tom, Matthäus und ich) an den Tisch, später wird draußen ein Platz frei (halleluja, es ist sau heiß) und wir moven hinaus
- Essen wie erwartet großartig- besonders der Oktopus
- dazu Tsipourou, mit dem wir auf Johannes‘ Manier regelmäßig anstoßen
- 2 Flaschen down (oder 3?) als die anderen 4 eintreffen, aber dank Myko nimmt das Ganze Fahrt auf und die Flaschen stapeln sich nur so und kommen am laufenden Band nach
- zur Nachspeise steigen wir um auf Psimeni Raki, ein Raki mit Zimtgeschmack
- Nos schon nach den 2 Bier, die die anderen noch in ihrem Hotel genossen haben, leicht (Achtung Untertreibung) betrunken
- erzählt uns in einem durch „I am so high“ und als Christmas nachfragt „You are high?“ antwortet er überzeugt mit „No, I am Nos“
- ohje
- fertig gegessen, kleine Gruppe (Johannes, Matthäus und ich) zieht weiter
- nach ausgedehnter Suche und drei Mal im Kreis laufen – durch die echt schöne Gegend, von der aus man immer mal wieder hinter einer Ecke auftauchend einen Blick auf die Akropolis erhascht- finden wir endlich eine noch offene Bar
- bestellen kühles Bier, Mamos, ein lokales, solides Bier, gut geeignet für die Temperaturen- die immer noch viel zu hoch sind
- wir plaudern und genießen es wie immer
- schwupps ist es 6 Uhr und nun macht auch die allerletzte Bar zu, so dass wir uns gezwungen sehen, uns auf die Suche nach dem After-Snack zu machen, den Johannes und ich nach dem Bier langsam für notwendig erachten
- auf der Suche kommen wir am Parlament vorbei, wo zu unserem unglaublichen Glück gerade ein Change of Guards stattfindet- und wir sind gemeinsam mit einem anderen Typen die einzigen Zuschauer- ein sehenswertes Spektakel
- alles hat zu natürlich, aber die ersten Bäckereien sind kurz davor aufzumachen –> also warten wir auf einem netten Platz auf diesen Moment, während uns das Wasser im Mund zusammenläuft (riecht gut), macht endlich auf, wir geben eine Großbestellung ab
- retour zum Appartement, Sesseln auf den Balkon, Blick auf beleuchtete Akropolis, hinter der langsam die Sonne aufgeht, wir selig, glücklich und zufrieden und essen gemütlich unsere Snacks
- Johannes: „Look at the Akropolis, the cornerstone of civilization and the foundation of democracy. What do you need more?“ Matthäus: „A cool beer.“
Freitag, 25.August
Akropolisblick vom Bett aus
- entspanntes im Bett Chillen ist heute angesagt- erst mal ausschlafen bis 13/14h
- dann aufstehen, Johannes und Tom kommen retour, wir statten der Bäckerei, die ca 50m entfernt ist, einen Besuch ab, um uns mit Frühstück einzudecken
- Johannes schreibt uns eine Liste mit Tipps und kommt sogar mit zum Beraten, folgendes steht darauf
- gut, dass er mit dabei ist, keine Ahnung, wie ich das sonst alles bestellt hätte
- wir kaufen alles und noch mehr- viel mehr, was die zwei Ladies hinterm Schalter sehr verwundert und auch amüsiert, sie nehmen es aber gelassen, zum Amusement der gesamten Crew gibt es eine Leckerei namens „Cock“, von der wir selbstverständlich auch zwei zum Probieren mitnehmen
- eine Lady nimmt Johannes beiseite und meint (auf Griechisch) „Your friend has a lovely smile – but no wonder if she eats so many sweet things“
- nebenan -gleich im gleichen Geschäft- gibt’s zu meiner Freude und absoluten Wonne Kaffee und ich organisiere einen Freddo Cappucchino (Njamnjam)
- voll ausgerüstet gehts zum Appartement, wo wir uns auf die Sesseln vors riesige Fenster setzen und mit Blick auf die Akropolis blissfully unsere 1000 verschiedenen Leckereien schlemmen, uns durch alle möglichen süßen Spezialitäten durchprobieren und dazu Freddo Cappuchino schlürfen – Nice!

- paar h (inklusive Schlaf) später: Johannes ist auferstanden von den Toten und redet zu meiner Überraschung von einer Workout Session – da bin ich natürlich dabei
- nach einigen Pull Ups, Push ups, Sit ups, und einer Marieschen Plank Session sind wir ready für eine Dusche
- los geht’s und wir verlassen um ca. 20h das erste Mal das Appartement richtig
- zu Fuß spazieren wir in Johannes‘ Lieblingsviertel, in dem er gewohnt hat und in dem sich auch die Uni befindet und passend dazu eine Armada an -ich bin im Himmel- Buchgeschäften
- Johannes „We passed the bookstore“, Matthäus „No, we did not pass it“ – indeed, wir finden ein Buchgeschäft und schwupps bin ich drinnen und schwupps hab ich zwei Bücher gekauft
- weiter geht’s über den berühmten Platz, auf dem -wie unser local Guide Johannes uns erzählt- die meisten Athener Proteste starten – oft „out of nowhere“
- wenig überraschend also, dass rundherum schon die Riot Polizei stationiert ist mit Schilden und allem, Johannes: „You only have to get worried when they put on the gas mask“
- Johannes zeigt uns, wo er gewohnt hat, und kurz darauf kommen wir zu dem super schönem Restaurant, in dem wir heute Abendessen möchten – mit riesigem Gastgarten, in dem allerdings kein Platz mehr ist- dafür bekommen wir einen Tisch drinnen für 10 Personen, auf dem wir aktuell zu dritt sehr verloren wirken
- wir bestellen schon einmal Essen und Trinken und mampfen glücklich und zufrieden, als der Rest der Partie langsam eintrudelt
- sie updaten uns über ihre Tagesaktivitäten (National Archeological Museum, Brunch, Walking Tour im National Garden, Change of Guards Parliament, visited old house, Akropolis, ice cream), wir meanwhile (Frühstück, schlafen), Tom fasst unseren Tag zusammen als „To eat, or not to eat“ Simon führt fort „whether this nobler in the mind to suffer the slings and sorrows of hunger or to brace the sea of restaurants and with fortune eat it all“
- Johannes verlässt uns, um seinem Bruder die Wohnungsschlüssel zurückzugeben, nur um kurz darauf leicht panisch zurückzukommen, nachdem er sein Telefon angebaut hat- kurz später stellt sich heraus: Er hat es im Taxi vergessen. Macht sich also wieder auf den Weg, Tom dazu: „My Mum said: If you dont have the brain, you have the legs“
- ein Moment während des Essens: ich schau gedankenverloren durch die Gegend und mein Blick fällt auf Christmas, die auf der anderen Seite des Tisches sitzt. Fasziniert beobachte ich, wie sie eine kleine Schüssel mit Pulver sorgfältig hochhebt, sie leicht kippt, mit dem Finger leicht antippt, so dass ein bisschen davon herausfällt auf ihren Teller, woraufhin sie ihre Gabel nimmt und seelenruhig einen Bissen von dem weißen Pulver nimmt. In diesem Moment schaut sie auf und bemerkt meinen entsetzten Blick. Nach viel Gelächter haben wir die Situation geklärt: Bei dem weißen Pulver handelt es sich um Parmesan
- Als alle satt und zufrieden sind und Johannes von seiner Odyssee retour ist, machen wir uns auf den Weg rauf auf den Hügel, von dem aus man einen super Blick auf Athen und insbesondere die Akropolis hat
- vorher- first things first- decken wir uns bei einem der kleinen Trafikstanderln mit Bier ein
- Johannes holt eine Selektion davon aus dem Kühlschrank, Marco schaut sich kritisch zwei davon an (ein 0.33er Mamos und eine halbe Liter Dose iwas anderes) und fragt dann Johannes: „What’s the difference?“ Johannes: „The difference is the quantity“
- mit einem Wegbier bewaffnet machen wir uns an den mühsamen Aufstieg, der uns bei den Temperaturen natürlich ins Schwitzen bringt, Johannes: „It takes an hour to go up“, eine halbe Stunde später: Simon, Tom und ich sind bei der Kapelle am Gipfel. Wo sind die anderen? Wissen wir auch nicht, wir haben sie bei einer Wegkreuzung, bei der sie diskutierten, ob sie die Abkürzungen nehmen oder nicht, verloren.
- eine Weile später kommen doch alle an und Myko und Nos bieten mir eine Zigarre an, die sie erstanden haben und die die Aussicht durchaus versüßt
- wir chillen also eine Weile, schon wieder mit Blick auf die Akropolis, während Johannes uns das ein oder andere Besondere zu zeigen versucht: „Look it’s over there, you see the trees? Right there.“ (Bemerkung: Bäume gibt’s massig in Athen)

- am Weg heim kommen wir an der Uni vorbei, einem sehr sehenswerten, klassizistischen Gebäude, leider – wie Tom und ich testen- verschlossen, und machen ein paar Selfies
- da Simons roommates ihn verlassen haben und seine Wohngegend- to say the least- sketchy ist (auf der einen Seite eine Straße, in der Drogen gehandelt werden, auf der anderen der Red Light District), bringen wir ihn heim
- außerdem hat es jemand (chmchm, Tom) geschafft, unser Hotel eine Nacht zu wenig zu buchen, drum haben wir- da uns die Nachbarschaft sehr angesprochen hat- auch gleich Zimmer in dem Hotel der anderen gebucht und checken die Lage, ob wir gleich in der Früh (wir müssen schließlich um 9:30 auschecken) einchecken können – geht
- am Weg dahin machen wir den obligatorischen Stop in der Bäckerei und dann gute Nacht

Samstag, 26.8.
Fucking Private Ryan, Ignored Tom and Bookstore Escalations
- viel zu früh Tagwache, passend dazu hab ich Simon gestern die Techno Version von „Guten Morgen Sonnenschein“ (siehe Festival Wecker Video hier) gezeigt, zu der mir erst vor kurzem eine tolle Person erzählt hat: „Das gibt mir so einen inneren Frieden, wenn ich meine Geschwister damit wecke“
- check out, auf dem Weg zum anderen Hotel Tom: „Ah, we turn here? Yes? Ah, nice neighbourhood, eh?“ und für den restlichen Trip, jedesmal wenn ich die Worte „nice neighborhood“ höre, habe ich Tom im Kopf wie er das sagt
- Myko schaut müde aus – „Nos‘ chainsaw“ (Baobuns Worte, nicht meine)
- Johannes, Matthäus und ich checken ein, beziehen unser Zimmer (das wir zu dritt teilen), gehen dann runter, wo wir gemeinsam mit Simon vorm Hotel auf die anderen warten, und warten, und warten, endlich kommt Tom daher, geht zurück um seine Zimmerkollegen zu finden, Tom: „This is like saving private Ryan“, Johannes (wird ungeduldig und hat in der Zwischenzeit schon zwei Zigaretten geraucht): „No, no, fucking private Ryan“
- natürlich warten wir auf alle, kommen also mit ersten Zeichen von Hangryness im Brunch Lokal an, eine sehr schöne Rooftop-Bar
- Friede gerät noch mehr ins Wanken, als nicht jeder in den Lift passt und die, die zu Fuß gehen, in jedem Stockwerk drücken, was -dank alter Liftanlage- Effekt zeigt (hihihi) und die anderen leicht (to say the least) verärgert
- nach zwei Kaffee Freddos und als das Essen daher kommt ist der Friede wiederhergestellt
- nur Tom bleibt ohne Essen und Trinken (er sitzt ein bisschen unglücklich in der Ecke ab vom Schuss)
- mit Friede haben wir’s heute nicht so, wir verärgern alle Kellner indem wir am laufenden Band (jeweils ein Glas) Orangensaft bestellen, bezahlen schließlich zu ihrer Erleichterung und ab retour zum Hotel, wo wir uns kurz aufs Ohr hauen
- 4h guten Schlaf später (von denen Johannes 2h auf unserem Klo verbracht hat) wachen wir wieder bisschen fitter auf
- ich esse gerade friedlich meinen Baklava (der noch von der Bäckerei von gestern übrig ist), als auf einmal Johannes aufspringt und ruft: „Ah, the bookstore closes at 6 already- it’s saturday!“
- später wird Matthäus bestätigen, dass er mich noch nie so schnell bewegen hat sehen wie in dem Moment – in 2 Minuten bin ich fertig zu gehen und ziehe Johannes und Matthäus mit aus dem Zimmer, während Johannes ein Taxi bestellt. Es ist 5:05.
- wir kommen an- das Büchergeschäft ist noch offen (Yeah!) und sehr schön groß (Yeah!), ich bin sehr glücklich
- Simon kommt kurz nach uns an, leicht verärgert, dass wir ihn zurückgelassen haben – und das zu Recht
- 55 Minuten später und mit 55€ weniger in der Tasche verlassen wir also das Buchgeschäft (bzw werden höflich hinauskomplimentiert), das tatsächlich pünktlich zusperrt
- nach kurzer Überlegung beschließen wir, dass es -nach der ganzen Aufregung- Zeit ist, irgendwo gemütlich Kaffeetrinken zu gehen
- Johannes findet genau das Café, das ich vor Augen hatte, und wir setzen uns also gemütlich hin, trinken Kaffee, Bier und Saft, während die anderen wieder unterwegs sind und uns updaten, dass sie gerade ein Hotel Horror Game oder so ähnlich machen, Simon: „Ah, they went into the first best tourist trap“
- Johannes bestellt ein dubioses Bier namens „Fischer“, gebraut in Straßburg (seit 1812) und mittlerweile von Heineken verschluckt -ein Französisches (Deutsches?)/ Niederländisches Bier? Wild


- den ganzen Tag denken wir schon über Geburtstagsgeschenke nach, schließlich ist morgen Johannes‘ Geburtstag und Christmas‘ Geburtstag kommt auch bald schon, für den Marco Vorschläge macht, von denen er praktischer Weise auch gleich profitieren kann- wie beispielsweise ein Controller für ihre Nintendo Switch oder ein Spiel „das Christmas sehr gefällt“ über Partnerschaft mit dem ominösen, aber dennoch aufschlussreichen Titel „It takes two“
- nach mehreren Kaffees ab Richtung Abendessenrestaurant (Johannes schon nervös: „But will we find space? it is Saturday night..“), nach einigen Umwegen (das Restaurant, das wir im Blick haben, ist erstaunlicherweise nicht auf Google Maps) finden wir es schließlich und überfallen sozusagen den Kellner, als wir ihm erzählen, dass wir Platz für acht Personen brauchen
- es ist tatsächlich eine Challenge (Kellner: „You give me a headache“), aber wir finden bald einen Tisch zu viert und der Rest ergibt sich schon, als nach und nach die anderen eintröpfeln

- die anderen erzählen von ihrer Hotel Room Experience, Johannes glaubt aus irgendeinem Grund, dass es ein Escape Room war und fragt nach: „Ah, you went to the escape room?“ Myko (der selbst in der Zwischenzeit mit Nos weiß Gott wo war): „Yes, and unfortunately they escaped.“
- Johannes verschwindet schon wieder, diesmal um sein Gepäck abzuholen, welches er praktischerweise (Achtung Ironie) bei seinem Bruder gelassen hat
- in der Zwischenzeit erfreuen wir uns an dem gratis Leitungswasser, das wir schon wieder ganz selbstverständlich zum Essen dazubekommen, und ich lerne von Simon, dass auf Niederländisch für Wasser der großartige Ausdruck „gemeentepils“ existiert
- um Mitternacht ist Johannes von seiner Odyssee zum Glück wieder retour, denn da startet sein Geburtstag, auf den wir sogleich anstoßen und mit unseren sanften Stimmen die Kellner des Restaurants (die uns sowieso schon lieben) noch mehr beglücken, indem wir aus vollem Halse und mehrstimmig (ungeplant) „Happy Birthday“ singen – Gute Nacht!
Donnerstag, 7.9.
Athen, we are back!
- nach knapp zwei Wochen Griechische-Inseln-Flair (siehe Blogs hier und hier) sind wir retour in der großen Stadt und erfahren erst einmal -nach Ankunft am Hafen in Piräus- einen ordentlichen Kulturschock
- auf einmal geschieht wieder alles schnell, schnell und Menschen sind eher im Arbeitsmodus als Urlaubsmodus, das entspannte Inselleben ist vorbei
- Ron (You are a wizard, Ron!) und Baobun, die schon einige Tage vor uns zurückgekehrt sind in die große Stadt, treffen wir zum Abendessen
- diesmal wagen wir uns aus den Touristenvierteln heraus und fahren mit der Metro in den nördlichen Teil der Stadt, wo Johannes eine Zeit lang gelebt hat
- in dem gemütlichen und entspannten Viertel mit Studentenflair finden wir bald schon – auf Johannes Empfehlung und Guidance hin- ein tolles Lokal mit grünem Gastgarten, in dem wir sogar einen Tisch, der groß genug für unsere Gruppe ist, finden
- das Essen ist köstlich und wir kommen aus dem „Mmmhen“ und „Njamnjamen“ gar nicht mehr heraus

- Johannes hält eine finale Rede, die uns alle sehr berührt – es fließen Tränen, es wird viel Yamassed und insgesamt ist es sehr schön und ein toller Abschluss der Reise
- weiter geht es in die Monkey Bar (sie heißt anders eigentlich, aber da überall Affen sind, wird sie scheinbar im Allgemeinen so genannt), super Cocktails, Marco happy, tolle Musik, insgesamt sehr gechillt
Freitag, 8.9.
So long, farewell – aber nicht ohne historischem Input
- Akropolis steht auf Matthäus‘ und meinem Programm!
- da die anderen diese schon besucht haben, ziehen wir also zu zweit los, durch unser ehemaliges Wohnviertel – tolle Erinnerungen
- die Schlange für die Tickets ist super lang, Christmas hat uns empfohlen, den Ticketautomaten zu verwenden – die Schlange vor diesem ist allerdings genauso lang; wir kaufen online Tickets und schwupps sind wir drinnen
- Was soll ich sagen? ein bedeutsamer und beeindruckender Ort und voller „alter Steine“, wie Myko es so liebevoll genannt hat
- viele Infotafeln erklären Details, am Anfang bin ich noch sehr motiviert und lese alles durch, doch der Anfangsenthusiasmus lässt nach, nicht allerdings bei Matthäus, der auch mit ungeschlagener Präzision jedes Schild findet
- wir erinnern uns, dass Myko sich beschwert hat, dass sie keine Zeit hatten, sich in Ruhe umzuschauen, da sie weggescheucht wurden – wir haben keine solchen Probleme – aber es dämmert uns, warum man sie haben könnte, als wir auf einmal bei einem Tordurchgang im Stau stehen, da ein Pärchen versucht, ein Fotoshooting in dem schmalen Durchgang zu machen und von dem Personal höflich aufgefordert wird, weiterzugehen
- die Akropolis ist eine befestigte Tempelanlage und in der Form, in der man sie heute bewundern kann, wurde sie großteils von Perikles im 5.Jahrhundert v.C. aufgebaut- manche Gebäude und Strukturen sind sogar noch älter

- viele der Gebäude wurden im Laufe der Jahrhunderte in Kriegen zerstört (meistens religiöser Natur) und zusätzlich sind Briten gekommen und haben einige Steine, Strukturen, Säulen als Souvenir mitgenommen („Die spinnen, die Briten“) – darum findet man bis heute noch einige der Artefakte, Skulpturen und dekorativen Elemente im British Museum in London
- meiner Meinung nach das beeindruckendste Gebäude des Komplexes ist das Theater, welches die Anfänge von der Kunstform Theater, wie wir es heute kennen, gebildet hat – das älteste Theater der Welt
- neben dem Theater befindet sich das Odeion, eine Konzerthalle, die sogar überdacht war, ebenso beeindruckend ist und bis heute für Konzerte verwendet wird (heute ohne dem Dach, das in einem Feuer zerstört wurde)
- nach ca 4 Stunden Kulturprogramm habe ich genug und brauche eine Pause (Matthäus könnte, glaub ich, noch ewig weiter Schilder lesen, würde ich ihn nicht aufhalten) und wir setzen uns in ein kleines, super nettes Cafe ganz in der Nähe „Little Tree“, in dem sich zu meiner Freude auch ein Buchgeschäft befindet


- ich schlürfe einen Freddo Cappuchino nach dem anderen („Keep them coming“) und schreibe ein bisschen, während Matthäus noch mehr Facts and Figures über die Akropolis nachliest und Tickets für das Akropolis Museum organisiert
- dieses befindet sich praktischerweise gleich nebenan und ist wirklich toll, eines der besten Museen, die ich besucht habe bisher – architektonisch ebenso beeindruckend wie inhaltlich
- Matthäus findet einen Guide mit Highlights: dieser startet mit den Ausgrabungen, über die das Museum sehr clever gebaut ist, mit Glasböden im Erdgeschoss, so dass man immer wieder -aus verschiedenen Perspektiven und Blickwinkel- hinunter auf die Ausgrabungen blicken kann, die Ausgrabungen zeigen einige Gebäude aus dem Stadtteil, der die Akropolis umringte, darunter ein Gebäude mit Turm, mehrere Brunnen, gut geplant, und angelegte Toiletten (auf denen man sich unterhalten konnte, da man direkt nebeneinander saß – gezellig) und eine Kanalisation
- dann betreten wir das architektonische Meisterwerk: ein großes Glasgebäude, das mit der Aussicht auf die Akropolis, die es bietet, aus verschiedenen Winkeln spielt auf eine Art, die die darin ausgestellten Skulpturen, dekorativen Elemente, Giebel und Säulen einbettet in das Gesamtbild und die Besucher hinein zieht in die Zeit, in der die Akropolis noch ganz und heil war – es ist wirklich toll gemacht
- endet mit einem Highlight im 3. Stock, wo man eine in Originalgröße aufgebaute Version der Giebel des Parthenon (des größten Gebäudes am Hügel der Akropolis) findet, in der die Elemente, Säulen, Teile des Giebels, die bei Ausgrabungen gefunden wurden, wieder eingesetzt sind
- während man gleichzeitig die Säulen eben dieses Gebäudes über sich auf dem Hügel thronen sieht
- die meisten Darstellungen auf Bildern zeigen und erzählen Geschichten von der Göttin Athena, die Göttin, die der Legende folgend den Kampf gegen Poseidon über Athen gewonnen hat und dadurch der Stadt ihren Namen gegeben hat
- das Parthenon war natürlich ursprünglich ebendieser Göttin gewidmet, wurde allerdings über die Jahrhunderte hinweg als alles mögliche religiöse verwendet (Kirche, Moschee, etc.)
- ganz zum Schluss finden wir ein weiteres Highlight: die Akropolis aus Lego gebaut =)
- wir schaffen es gerade rechtzeitig (Marie: „perfektes Timing“) zurück zur Metro, wo wir uns mit den anderen treffen und zum Flughafen fahren, wobei es ein paar Komplikationen gibt, da die Metro zum Flughafen nur alle 36 Minuten (?!) fährt und Google nicht genau weiß, wann
- wir erreichen den Flughafen mit genug Zeit, checken ein und ab geht es retour in die Niederlande – das Ende eines tollen Urlaubs!
