
Von Dol-de-Bretagne
über Le Mont-Saint-Michel
Nach Domfront
Samstag, 30. März


Le Mont Saint Michel
- Nachdem uns unsere Gastgeberin versichert hat, sie würde mit ihren Kindern immer den Weg direkt unter der Autobahn auf der Straße gehen, da der andere auch eher nicht Kinderwagen-geeignet ist, denken wir „OK, das sollte gehen.“ und nehmen ebendiesen Weg.

- Wieder führt uns der Weg durch Dol de Bretagne, das wir jetzt schon sehr ausführlich angeschaut haben.
- Weiter geht es auf Feldwegen Richtung Meer, die alle total gatschig sind.






- Der Höhepunkt der Gatschigkeit ist, als wir zwei Wandererinnen begegnen, die uns warnen: Es sei sau viel Gatsch vorne und das Schlimmste: Auf der einen Seite Gatsch und auf der anderen ein Zaun unter Strom, wir sollten am besten außen herum gehen! „Ah, Gatsch” denken wir, “das haltet uns nicht auf.” und gehen also unbelehrbar weiter.

- Nur um dann festzustellen: Doch, das hält uns sehr wohl auf. Und außen herum zu gehen – next Level Gatsch ist das.
- Über kleinere Sträßchen erreichen wir also stattdessen das Ufer und damit auch die flachen Wege durchs Schwemmland.


- Dort empfängt uns gleich als totaler Stimmungsmacher – nach circa schon 10 Kilometern Wandern heute – ein Holzschild, auf dem steht “Le Mont Saint Michel 45km”
- Was?!? Ich fasse es nicht, das sollte doch nicht mehr so weit sein! “Nein”, meint Matthäus völlig entspannt, “ist’s auch nicht, das muss falsch sein.”
- Um das Desaster perfekt abzurunden wächst eine meiner Blasen bei der Ferse (dank neuer Schuhe) über das Blasenpflaster hinaus und fängt an weh zu tun.
- Na super!
- Immerhin Mont Saint Michel lässt sich bald schon am Horizont blicken, was allerdings nur ein schwacher Trost ist, wenn man bedenkt, wie flach hier alles ist und wie das visuelle Wahrnehmen eines Zieles noch nicht viel über die Distanz zu dem Ziel hin aussagt – von 5km bis 50km kann das alles sein.

- Den ganzen Tag führt unser Weg schnurgerade auf die Klosterinsel zu.
- Und da wir zu Fuß unterwegs sind, rückt es nur lähmend langsam näher.







- Normalerweise ist die Insel nur bei Flut eine Insel und bei Ebbe kann man hinüber spazieren, aber mittlerweile haben sie eine Brücke hingebaut, so dass die Schar an Touristen jederzeit bequem zum Kloster marschieren oder sogar mit speziellen Bussen hingekarrt werden kann.
- Um diese zu erreichen müssen wir allerdings noch eine riesige Schleife gehen, was sich als unvermeidbar herausstellt, da die Flut im Anmarsch ist und wir auf Wandern im Watt mitsamt Rucksäcken gar nicht so viel Lust haben.

- Die Schleife führt zur Belohnung an einem Gezeitenkraftwerk vorbei, dessen riesige Anlagen mich immer wieder aufs Neue in Faszination versetzen.


- Spätestens hier treffen wir auf die riesigen Menschenmassen an Touristen, die sich auf die Insel schieben.

- Wir mischen uns hocherfreut unter die Menge, genau was wir uns bei Kilometer 30 eines langen Wanderweges gewünscht haben – aber fair enough, auch wir sind wie alle anderen total von der kleinen Insel angetan, in deren Mitte das Kloster thront, um das sich spiralförmig das mittelalterliche Örtchen erstreckt.




- Es erinnert mich an Hogsmeade, das sie in Florida im Harry-Potter-Themenpark hingebaut haben, nur ist es echt!
- Das erinnert mich daran, dass ich so etwas ähnliches mal über Venedig gelesen habe: “Wenn es so weitergeht mit dem Ansturm an Touristen, wird die Stadt wie ein Themenpark und niemand wird mehr echt dort wohnen.” – circa so.
- Das ist in Mont Saint Michel eingetroffen, obwohl noch immerhin 10 Schwestern und Mönche oder so im Kloster leben.
- Wir haben uns passenderweise ein Hotel direkt auf der Insel gebucht (mit early access quasi inbegriffen), in das wir erst einmal einchecken.
- Es ist wirklich schön und von unserem Zimmer aus haben wir einen tollen Blick direkt auf das Kloster – wow!


- Wir chillen im Zimmer, genießen die Aussicht und lassen den Abend ausklingen.
Sonntag, 31. März – Ostersonntag

“Bless you!”
- Ostersonntag!
- “Frohe Ostern!”, wünscht mir Matthäus beim Aufwachen und fügt dann hinzu: “Denkst du, du kannst dich in 10 Minuten noch daran erinnern?” Weil ich so verschlafen dreinschaue.
- Frühstücksbuffet im Hotel, wobei wir hinüber ins Hauptgebäude gehen müssen – aber es zahlt sich aus!

- Um 11 Uhr geht es hinauf Richtung Abbaye zur Ostersonntagsmesse.
- So many stairs!
- Oben warten schon einige Leute und erst als vier Typen vom Militär mit Maschinengewehren und allem daher patrouillieren, wird uns die Signifikanz der Messe bewusst: Ostermesse am Mont Saint Michel – das ist schon was!
- Alle Messebesucher bekommen grüne “participant messe”-Sticker, die sehr lustig ausschauen, wenn sie einem auf den Jacken eines der unzähligen damit herumhüpfenden Kinder entgegenleuchten.


- Die Messe ist lang, aber schön, vor allem durch den Gesang der Ordensschwestern und -brüder, die diese untermalen.
- Nach der Messe kehren wir in unser Hotel zurück und – schau dir das an! – finden dort ein Osternest! Cool!

- Das darin enthaltene Schoko-Schaf, auf das ich mich schon tagelang freue, wird sogleich geköpft und genüsslich verzehrt, während wir Klettern schauen (die europäische Olympiaqualifikation, diesmal in Laval – gar nicht so weit von hier entfernt).

- Schließlich geht es wieder die Stufen hinauf zur Abtei, für die wir ein Ticket zur Besichtigung haben.
- Unser Ticket ist ab 3 gültig und als wir um 4 herum eintrudeln, ist die Schlange sehr entspannt und wir gehen quasi direkt hinein – selbst in der Anlage ist richtig wenig los – kein Vergleich zu dem Ansturm bei der Messe vorhin.




- Für den Audioguide müsste man extra zahlen und, was uns die Idee endgültig ausredet, irgendwelche Treppen, no doubt, irgendwohin gehen, um diesen zu holen.
- Dafür finden wir ein Info-Heft, das es gratis gibt, das man allerdings selber lesen muss.
- Wir lernen, dass die Geschichte Mont Saint Michels auf das Jahr 708 zurückgeht, als irgendein Bischof auf dem Heiligen Felsen ein Kloster baute.














- Das Kloster wurde nach und nach erweitert und mit der größeren Anlage wuchs auch der Ort rundherum, so dass im 14. Jahrhundert der gesamte Fels zugebaut war.
- Das Wichtigste (und circa 5x erwähnt): Die befestigte Anlage hielt im hundertjährigen Krieg dem Angriff der Engländer stand und wurde dadurch zum Symbol nationaler Identität.



- Wir bewundern die Kirche (halb gotisch, halb romanisch), den wunderschönen Kreuzgang und die Säulenhalle zur Befestigung des gotischen Zubaus der Kirche.
- Im Shop finde ich endlich mein neues Reisetagebuch. 🙂

- Kurzer Stopp im Hotel, bevor wir uns auf die Suche nach Abendessen machen.












- Wir finden ein fancy, aber preiswertes Restaurant mit Meerblick (OK, nicht schwer) und genießen die Muscheln und Meeresfrüchte und ich entdecke Austern für mich (“Darf ich kosten?”, frage ich Matthäus, der welche bestellt hat, ständig).

- Die Kellner des Restaurants sind auch super drauf, eine Kellnerin niest, ich rufe “Bless you!” und wir bekommen alle einen Lachanfall, der eine der Kellnerinnen so stark erwischt, das sie fünf Minuten später immer noch kichern muss, als sie mich sieht.
- Nachher machen wir noch einen Spaziergang durch das unheimlich leere Mont Saint Michel – mega!








Montag, 1. April


Tranquille Oasis
- Frühstücksbuffet-Genuss!
- 5-maliges Hin- und Hergerenne zum Thermos befüllen, Sichtung eines anderen Wanderers und los geht’s über die volle Brücke und das Meer entlang durch Polderlandschaften voller Schafis.




- Einmal sehen wir zwei Schafe eine riesen Gatschlacke queren und stellen fest: Auch bei Schafen gibt es zwei Ansätze: den “Augen zu und durch”-Weg, bei dem das Schaf möglichst schnell Gatsch in alle Richtungen spritzend durchrennt, und die “ich geh lieber langsamer, dass es weniger spritzt”-Variante.

- Selbst Radfahrer sehen wir, die sich mit denkbar ungeeignet ausschauenden Fahrrädern durch den Gatsch kämpfen – crazy!
- Immerhin sieht man immer schön Mont Saint Michel im Hintergrund.






- In Pontaubault verabschieden wir uns endgültig vom Meer und decken uns beim Bäcker mit Mittag- und Abendessen ein.










- Genüsslich verzehrt werden die Lauch- und Lachspizzen dann von uns auf einem Bankerl direkt vor der Bäckerei – njam!


- Ab hier geht es die echt entspannte Voie Verte entlang, die unser Gehtempo deutlich beschleunigt.
- Wir erfreuen uns an den immer wieder auftauchenden Bahnhofs- und Schrankenhäuschen.








- Ostermontagnachmittag hat einen ähnlichen Effekt wie Sonntagnachmittag und es ist einiges los: Läufer, Spaziergänger und Radfahrer begegnen uns wie am laufenden Band.
- “Ham alle Torschlusspanik”, meine ich,”Ah, ah, ich war das Wochenende noch nicht draußen, wenn nicht jetzt, wird’s gar nicht mehr passieren!” – Ich muss es ja wissen, kenne ich das Gefühl doch selber nur zu gut.
- Rund um uns ziehen dunkle Gewitterwolken auf, aber wie durch ein Wunder schaffen wir es immer, im blauen Wolkenloch zu sein.
- Erst ganz kurz vor Schluss regnet es uns einmal ordentlich ein.

- Unsere Unterkunft heute bezeichnet sich selbst als “tranquille oasis” und der Name ist Programm: Es ist abgelegener als unser Haus im Waldviertel. Über kleine und immer kleiner werdende Sträßchen erreichen wir einen Ort, den wir hinter uns lassen, und schließlich sehen wir mitten in der Wiese ein Schild “La Chevallerie” – ”Ah, da ist es ja!” ruft Matthäus erleichtert, da wir uns schon gefragt haben, ob es überhaupt noch Häuser gibt hier, und wir biegen ein in die Einfahrt, die zu einem wunderschönem alten Haus führt, vor dem eine irische Fahne weht.






- Caroline, unsere Gastgeberin, wohnt hier seit einem Jahr, seit sie ihren Job in der Finanzbranche aufgegeben und das Haus gekauft hat, seither renoviert und ein, bald zwei, Zimmer an Gäste vermietet.
- Wir unterhalten uns gut, doch dann müssen wir los, denn wir haben heute Abend noch die Wachstumsrunde ausgemacht!
Dienstag, 2. April


Saint Mathilde de Bertholde
- Frühstück gibt es um 7:30 Uhr, was gut ist, denn langsam muss ich mich an die Zeitumstellung gewöhnen und wieder einmal früher schlafen gehen – das wäre schon gut für unseren Wander-Rhythmus.
- Das Frühstück bei Caroline im Wohnzimmer ist toll: Pain au Chocolat, Croissant, Bananen, Müsli – es lässt nichts zu wünschen über. 🙂

- Wir verquatschen uns wieder mit Caroline, die erzählt, dass ihre Eltern sie schon zum zweiten Mal besuchen waren – mit der Fähre über Nacht aus Irland – und dass es einmal ein Gäste-Drama gab, als sie ein Paar auf Besuch hatte, wo er den Grand Prix schauen wollte, den allerdings die britischen Sender, die sie empfangt, nicht ausgestrahlt haben – Mayday!
- So brechen wir also erst gegen halb 11 auf – obwohl, nicht viel später als sonst auch – natürlich nicht ohne vorher ein Selfie vor der irischen Fahne, die im Garten weht, zu schießen.

- Die ersten 10 Kilometer vergehen wie im Flug, teils dank der sehr ebenen und super zum entspannt Dahingehen geeigneten Voie-Verte-Wege, teils dank unserer Konversation über die Wachstumsrundenthemen gestern, die wir heute mit frischem Schwung irgendwie besser besprechen können.
- Wir plaudern über Caroline und ihr wunderschönes Domizil und philosophieren über Gott und die Welt.





- Später auf der Etappe, als wir langsam wieder nur noch einen Kopf haben fürs Gehen und nicht für philosophische Gedankengänge, hören wir zu meiner absoluten Freude “Harry Potter and the Goblet of Fire”, gelesen von Stephen Fry – wow!
- Das haben wir übrigens aus der Bibliothek ausgeborgt und müssen uns beeilen, denn wir haben für das insgesamt 21 Stunden lange Hörbuch nur noch sechs Tage zur Verfügung!
- Zur Pause suchen wir uns einen Tisch, den wir auch finden (schon bissi überraschend auf der Voie Verte), allerdings im Regen ohne Dach, was bissi ungemütlich ist, da es den ganzen Tag schon vor sich hin nieselt.

- Wir sehen nicht, wie das später besser werden soll, und brauchen Pause, also stellen wir uns schon ein auf schnelles Essen mit Ponchos im Regen ein.
- Als wir uns gerade hingesetzt haben, kommt ein Mann vorbei, der uns zuruft: “Hey ihr!”
- In der Vorahnung, etwas Verbotenes gemacht zu haben (wie am Privatgrundstück picknicken), drehen wir uns langsam um und er fährt fort: “Es gibt einen überdachten Picknickplatz in circa 500 Metern. Mit Klo sogar.” Was, wirklich?!
- Er ist unser Retter, denn tatsächlich keinen halben Kilometer später taucht besagter Platz auf – überdacht und mit Klo!

- Wir essen also unser Baguette mit Pastete im Trockenen – nice!!
- Gegen Ende der Etappe will Komoot schon wieder eine wilde Abkürzung machen, mit Flussquerung und über etwas, das von unserem Standort am Hang gegenüber verdächtig nach Klippen ausschaut.








- Wir schauen auf Geoportail nach und sehen, auf dem Weg ist dort ein Kletterer abgebildet.
- Wir erreichen Mortain also stattdessen über die Voie Verte mit bissi mehr Kilometern, aber dafür ohne Kletteraktionen, und finden unsere Unterkunft auf dem Hauptplatz, der als riesiger Parkplatz in Verwendung ist – idyllisch.



- Unsere Unterkunft hingegen enttäuscht nicht:
- Der Name der Unterkunft lautet “La Tour Cachée” und während das Gebäude von außen auf den ersten Blick eher unscheinbar ausschaut, wirkt es, sobald man es betritt, wie eine Burg – “It is like sleeping in a castle.” hat jemand in die Bewertung geschrieben.










- In besagtem verstecktem Turm befindet sich eine Wendeltreppe, die uns zu unserem Zimmer bringt mit hohen Wänden, Kronleuchter, Stuckverzierungen auf der Decke und dicken Mauern, die verwinkelt ineinander übergehen.
- Mega schönes Zimmer, tolles Ambiente, als Abendessen Sandwich im Bett und dann schlafen wir glücklich ein. 🙂
Mittwoch, 3. April


Bain Nordique und Calva
- Tolles Frühstück bei unseren Hosts daheim, die sich auch voll nett mit uns unterhalten und nachfragen, was wir so treiben – außerdem erzählen sie uns vom großen Renovierungsprojekt ihres Hauses mit dem versteckten Turm, wo sie im unteren Stock ein Zimmer zum Gemeinschaftsraum ausbauen wollen – das wird dann sicher wunderschön!

- Los geht es vom Hügel oben noch ein Stück hinauf zu einem Kriegerdenkmal.

- Weiter durch einen düsteren Wald, zuerst auf noch ganz guten Wegen, die allerdings immer gatschiger werden.










- Einmal gehen wir an so einer Kuhweide vorbei, wo lauter neugierige Kühe stehen, die alle herkommen um nachzuschauen, wer da wohl ist.

- Wir folgen weiter kleinen Sträßchen, nach all dem Gatsch froh über den Asphalt.
- Wir kommen durch bewohnte Gebiete, vorbei an einem Truthahngehege.





- Einer der Truthähne ist ausgebüchst und kriegt Panik, da er beim Anblick von zwei Wanderern wieder rein will ins Gehege, allerdings findet er den Eingang nicht mehr.


- Ein kleines, dickes Pony sehen wir auch noch am Weg.
- Bald schon erreichen wir unsere Unterkunft, FlorEl, oder auch von mir die “Eco Lodge” getauft.

- Die Unterkunft haben wir über die Plattform ‘Green Go’ gebucht, die uns seither ständig Nachrichten schickt wie “Reisen braucht CO2, habt ihr euch schon überlegt, wie ihr anreist?!”
- Florent empfängt uns schon mit seinem kleinen Sohn und erzählt, er ist gerade daheim auf Papa-Zeit, da seine Frau Elena, eine Ärztin, wieder Vollzeit arbeitet.
- Das ist erst seit kurzem so und noch nicht ganz so gut eingespielt: Trotzdem zeigt er uns entspannt das Zimmer in einem riesigen Haus, das wir ganz für uns haben, zaubert ein Abendessen mit drei Gängen auf den Tisch und heizt das Bain Nordique, den Hot Tub, für uns ein. Wahnsinn! Wir fragen ihn, ob wir ihm helfen können und er versichert uns mehrmals: “Nein, nein, das passt schon!”





- Der Hot Tub ist super entspannend und wir genießen es sehr! Wir haben gar nicht gewusst, dass es einen gibt, und waren sehr happy, als Florent ihn uns gezeigt hat.
- Während wir vor uns hin im Wasser einweichen, kommt Elena zu Florents Erleichterung heim und zur Feier des Tages stoßen wir mit ihm mit einer Flasche Calva an – mega! Ein Hoch auf Florent!
Donnerstag, 4. April


Wir sind tatsächlich am E5!
- Tolles Frühstück im FlorEl natürlich – sogar mit Spiegelei. 🙂

- Über Wanderwege, die gewohnt gatschig sind, führt uns der E5 heute in einer besonders gatschigen Ausführung.
- Verstärkt wird das gatschige Ambiente durch den immer wieder auftauchenden Regen, der sich mit grauen Wolken abwechselt.










- Grau in grau, das passt gut zu unserer Stimmung, wir sind beide groggy und Matthäus bissi kränklich.








- Das Durchkämpfen durch den Gatsch fühlt sich auch schwieriger an als sonst schon und so kommen wir auf der doch langen Strecke heute nur sehr langsam voran – zach insgesamt.



- Ein Stück des Weges führt immerhin auf einen schönen Hügel – mit Gipfelkreuz und wunderschön felsiger Landschaft – inklusive verwunschenem Turm.





- Zum Trost sehen wir dann auch unser erstes E5-Wanderschild!! Bei Etappe 30! Jubel, Jubel – wir sind also doch am richtigen Weg!

- Wie um nicht allzu positive Stimmung aufkommen zu lassen, kommt zu allem Überfluss (badumm-tss) kurz vor dem Städtchen Domfront noch eine Flussquerung, die durch den hohen Wasserstand unmöglich geworden ist – also so etwas Wildes haben wir ja bisher auf dem eh sehr wasserreichem Weg noch nicht gesehen!


- Nicht nur die Brücke hat der rauschende Fluss bis auf zwei Pfeiler, die jetzt etwas verloren mitten im Fluss stehen, weggerissen – nein, er ist auch mittlerweile eins geworden mit den umliegenden Wiesen, auf denen anscheinend auch Wanderwege verlaufen sind – diese können leider jetzt nur noch auf einer Rafting Tour erkundet werden.
- Wir weichen also aus auf die immer zuverlässige Voie Verte, die rundherum führt und dadurch streckenmäßig länger ist, was wir aber gerne einer Schwimmtour unter schwierigen Konditionen vorziehen.





- Es gibt stabile Brücken mit Betonpfeilern – halleluja!
- Über einen letzten Anstieg geht es hinauf nach Domfront, das uns sehr positiv überrascht.





- Wir haben ein schönes Appartement, in das wir hineinfallen und dann ins Bett, wo wir den Fernseher mit Youtube-Funktion sogleich nutzen zum Klettern Schauen und im Bett Chillen mit unserem restlichen Essen, das wir zum Glück noch zum Abendessen übrig haben.


