
Vom „Haus am Waldrand“
nach Crécy-Couvé
Mittwoch, 10. April


La Dragonne et La Pèrriere
- Super gemütliches Frühstück bei unseren Hosts, Murielle und Christophe, im Wohnzimmer.
- Voll nettes Gespräch, in dem wir uns über unsere Wanderpläne unterhalten und sie uns erzählen, dass sie aus der Gegend sind – aber auch schon viel (in Frankreich) herumgekommen sind und an allen möglichen Orten gewohnt haben.
- Unsere Schuhe sind neben ihrem Kaminfeuer Gott sei Dank endlich getrocknet.

- Der Weg führt uns heute über wunderschöne Feldwege durch blühende Rapsfelder, über saftig grüne Wiesen und über kleinere, wenig befahrene Sträßchen – durch den Nationalpark “du Perche”.
- Die Sonne scheint vom Himmel und es ist Frühlingsbeginn vom Feinsten – dementsprechend auch unsere Stimmung gut.






- Auf den Wegen begegnen uns tatsächlich auch hie und da andere Wanderer/ Spaziergänger – auch einige lokale Wanderwege führen durch den Park – aber am allermeisten begegnen uns Traktoren.
- Eine Überraschung ist der Ort La Pèrriere, der schon wieder auf einem Hügel liegt, was mich zum Sudern verleitet, was ich aber schnell aufhöre, als wir durch den sehr schönen Ort wandern.







- Vor allem bin ich sehr versöhnt, als ein offenes (!!!!) Café vor uns auftaucht – eine solche Gelegenheit können wir uns nicht entgehen lassen – schwupps sitzen wir drin und genießen einen Kaffee und eine Cola. =)










- Gestärkt geht es weiter nach Bellême, wo wir in “La Dragonne” unterkommen, ein Bed and Breakfast.



- Bellême ist so das Kitzbühel unter den Orten des Parc du Perche, alle Unterkünfte hier waren enorm teuer, zumindest im Vergleich dazu, was wir sonst für Unterkünfte mitten in der Pampa bezahlt haben – wir verstehen nicht ganz, warum, denn so herausragend viel schöner ist der Ort nicht als die anderen Orte, durch die unser Weg so geführt hat – aber wir haben nicht viel Wahl, und sind eh dankbar irgendwo unterzukommen und nicht auf unser Biwak zurückgreifen zu müssen.
- Das Bed and Breakfast liegt im Achterhuis – man gelangt durch das Haus unserer Hosts hin – eine etwas unpraktische Konstruktion erscheint uns das auf den ersten Blick. Ein Eindruck, der sich verstärkt, als Justine uns unseren Ausgang zeigt, für den man durch den langen Garten hintaus spaziert, dann durch eine Rumpelkammer, dann eine Tür umständlichst aufsperrt und dann in irgendeiner Hinterstraße herauskommt, von der aus man über einen Schleichweg entlang an der Kirche zum Hauptplatz gelangt.




- Damit stirbt meine letzte Motivation, heute noch raus zu gehen.
- Wir haben eh heute das Talking Hands Meeting ausgemacht, also machen wir es uns in der warmen Stube gemütlich, die allerdings bald nicht mehr so warm ist, da Justine uns regelmäßig die Heizung auf 17° Celsius hinunter regelt.
- Bei 17 Grad frieren wir allerdings ein bisschen, vor allem, da sie uns auch nur sehr dünne Decken zum Schlafen gegeben hat, daher haben wir so eine Art Heizungsbattle: Wir stellen manuell den Regler rauf (so hoch wie möglich, dass es wenigstens schnell wärmer wird), Justine stellt den Regler (remote, wohlgemerkt) wieder hinunter und so weiter – sehr umweltfreundlich und ökologisch das Ganze.
Donnerstag, 11. April


Time goes by, so Sloowli <3
- Frühstück/ Brunch bei Justine, die echt ein bisschen Aubrey-Züge hat und bei der Abreise noch schnell schaut, ob alles “in Ordnung ist” – die Eierspeis ist aber echt ein Genuss, das muss man ihr lassen!

- Auf geht es entlang kleiner Sträßchen Richtung Sloowli, einem Tiny House im Nichts gelegen, das mir schon bei der ersten groben Planung im Februar ins Auge gesprungen ist und seitdem nicht mehr aus meinem Kopf gegangen ist, weshalb wir es natürlich in die Route eingebaut haben.
- Es befindet sich nur ca. 14 km von hier entfernt, was gut ist, da wir ab 15 Uhr einchecken können (“Aber nicht früher!”) und ich die gesamte Zeit in der Unterkunft in vollen Zügen genießen und nutzen möchte.
- Als wir Justine, mit der wir uns nachher erstaunlich gut noch unterhalten, erzählen, wo wir heute übernachten und ihr berichten von der Schlüsselbox im Nichts, meint sie “Wow, courageux, aber sie würde das ja nicht machen!”


- Für das Haus im Nichts decken wir uns bei der Boulangerie und im Supermarkt, in der hiesigen kleinen Epicerie, ein mit Abendessen, Frühstück und Snacks für unterwegs.
- Heute ist auch Markt, weshalb erstaunlich viel Leben in dem kleinen Städtchen ist und ein ganz schönes Gewusel.
- Voll ausgerüstet mit Quiche, Pizza und Bier gehen wir los und kommen über die echt entspannten Wege auch super schnell voran











- In einem kleinen Örtchen sehen wir auf einmal zwei Leute mit Warnwesten, die mit Kübel Farbe bei der Wandermarkierung stehen – und stellen fest: Ein Team von Wanderweg-Markierern! Nice!
- Natürlich kommen wir sofort ins Gespräch und freuen uns alle: Wir sind dankbar, dass sie die Wege für uns frisch markieren, und sie freuen sich, dass jemand ihre frisch markierten Wege nutzt und ihre Arbeit zu schätzen weiß.

- Sie erzählen uns, dass im Zuge der Olympischen Spiele Paris 2024 alle Wanderweg-Markierungen auf den GRs Richtung Paris erneuert werden – wow, was für eine coole Initiative! (Obwohl ich nicht sicher bin, wie viele Leute zu den Olympischen Spielen zu Fuß anreisen.)
- Von hier aus ist es nicht mehr weit auf unserer Etappe und die Markierungen so frisch und gut, dass wir das Sloowli pünktlichst erreichen.






- Ab 15:00 Uhr können wir die elektronische Schlüsselbox öffnen, was wir sogleich tun und unsere Sloowli Kabine beziehen.







- Es ist mega – noch besser, als ich es mir vorgestellt und erträumt habe und luxuriöser als der Bunker/ das Tiny House, wo wir mal in Tschechien, ganz in der Nähe von Oberndorf bei Weikertschlag, übernachtet haben und an den es uns ein bisschen erinnert.


- Direkt neben der Tür steht ein Kassettenplayer, neben dem auch Kassetten parat liegen, den ich natürlich sofort teste – und er funktioniert!

- Zu den Klängen von Bob Marley chillen wir in dem gemütlichen Häuschen, trinken Kaffee und Tee, lesen, rätseln und genießen die wirklich entspannte Atmosphäre.



- Am späten Nachmittag mache ich tatsächlich auch noch eine Yoga-Session, was ich schon seit Beginn der Wanderung vorgehabt habe, wofür mir allerdings immer nach einem langen Wandertag die Energie gefehlt hat.
- Scheinbar sind wir doch fitter geworden, denn es geht erstaunlich gut und ich fühle mich super danach.

- “Das Sloowli weckt ja all deine Lebensgeister.”, meint Matthäus.
- Zum Sonnenuntergang lassen wir uns die Quiche schmecken, stoßen mit den leckeren Craft-Bieren an und quatschen, schauen selig aus dem Fenster und chillen noch mehr – es ist wirklich toll!

- Zum krönenden Abschluss schlafen wir unter einem tollen Sternenhimmel mit sichelförmigen Mond ein. =)
Freitag, 12. April


Yoga und Angoraschafe
- Ich wache zu unserer üblichen Zeit auf und bin sofort hellwach (nicht wie üblich) und habe – zu meiner eigenen Überraschung – Mordslust auf eine Yoga-Session.



- Gesagt, getan, eine Frau, ein Wort – Sonnengruß erscheint mir passend – und ich komme mir sehr vor wie ein Hipster.
- Gemütliches Frühstück mit tollem Ausblick auf den Wald im Nebel.

- Bisschen schreiben, einpacken und los geht es – weiter hinein in den Nationalpark du Perche.




- Heute ist jede Wegbeschaffenheit dabei: Viele Feldwege, kleine Sträßchen und auch einige Waldwege mit Gatsch, versteht sich – ein Stück gehen wir sogar eine “Voie Verte” entlang.






- Ich sudere natürlich wieder einmal über den Gatsch und während ich so vor mich her jammere, ertönt auf einmal ein lautes, richtig erbärmlich klingendes “Määääh” von neben mir. Ich schau hinüber und sehe in einem Stall ein Schaf, das mich verzweifelt anschaut und noch einmal ein verzweifeltes, lang gezogenes “Määääh” von sich gibt. “Schau”, meint Matthäus, “das Schaf jammert auch – so wie du!” “Jaaa”, sage ich erfreut: “I feel you, Schafi!”










- Die Sonne strahlt richtig sommerlich und erbarmungslos vom Himmel, so dass wir uns nach einigen Kilometern Feldweg ohne Schatten sehr nach Wald sehnen.



- Oder, überlegen wir, wir könnten in Rémalard, das am Weg liegt, zu Mittag in ein Lokal flüchten und dort essen.
- Gute Idee: Allerdings sind erstens, als wir so gegen halb zwei dort ankommen, die Lokale schon wieder am Zumachen und zweitens ist alles total überfüllt – Freitagmittag scheint eine beliebte Treffens- und Mittagessenszeit zu sein.






- Wir lassen also Rémalard hinter uns, setzen uns stattdessen mit unseren Vorräten am Waldesrand hin und beginnen genüsslich zu essen, als auf einmal direkt auf dem Feld neben uns ein Traktor auftaucht und wir bemerken: Na super, der Landwirt spritzt gerade sein Feld – genau das, neben dem wir sitzen.
- So gesund kann das nicht sein, denken wir, packen also schleunigst alles Essen ein und ziehen weiter.
- Der Landwirt ist super freundlich und sehr entgegenkommend und wartet ab, bis wir weitergezogen sind, bevor er weiterspritzt.






- Bald schon erreichen wir die Häusersiedlung, in der auch der Bauernhof liegt, bei dem wir heute unterkommen – in einem Tiny House am Gelände.
- Wir können’s nicht verfehlen, denn große Schilder am Weg machen schon Werbung für den “Tag der offenen Farm” nächsten Sonntag.

- Die Landwirtin, Malvina, erinnert uns ein bisschen an Fabienne in jünger: Sie managed den ganzen Betrieb (und nicht wenig davon): Es gibt Angoraschafe und neben der Vermietung des Tiny Houses werden einiges an Aktivitäten angeboten. Zusätzlich stellt sie viele eigene Produkte her, wie Wolle, die sie verkauft.





- Das Tiny House ist gar nicht so tiny – vor allem im Vergleich zum Sloowli gestern – aber wunderschön eingerichtet – mit Hängematte, in der ich den restlichen Abend verchille.


- Kurz kommt Malvina noch vorbei, denn wir haben eine Verwirrung mit der Buchung – anscheinend ist bei ihr unser Frühstück, das wir dazugebucht haben, nicht ganz so angekommen – aber sie meint, gar kein Problem, dann backt sie noch frisches Brot für uns und bringt das morgen dann vorbei – wooow!!


Samstag, 13. April


Ein sommerlicher Wandertag
- Frühstück mit selbstgebackenem Brot, richtig leckerem Apfelsaft aus der Gegend, Granola und selbstgemachter Schafskäse-Marmelade, die auch schon ein paar Preise gewonnen hat und einfach köstlich schmeckt.


- Heute ist ein richtig warmer, sommerlicher Tag mit bis zu 24°C.

- Unsere Stimmung ist auf den ersten Metern nicht so sommerlich, wir haben eine kurze Streit- und “Vielleicht sollten wir die Wanderung abbrechen!”-Phase.
- Das legt sich Gott sei Dank – bei dem wunderschönen Wetter versöhnen wir uns wieder und können von da an den wirklich tollen, wenn auch sehr langen Wandertag genießen.




- Den ganzen Tag führt unser Weg durch den wunderschönen “Parc naturel du Perche”, der bei diesem Wetter richtig gut zur Geltung kommt.
- Entlang von Kanälen, durch lichte Wälder, über weitläufige Felder, grün saftige Wiesen und leuchtend gelb blühende Rapsfelder wandern wir im strahlenden Sonnenschein.
- Da viel Sonne und wenig Schatten ist und wir von Sebi, meinem Bruder, kürzlich gelernt haben, dass die Gefahr für Sonnenbrand im Frühling am größten ist, wenn sich noch nicht so viel Ozon in der Atmosphäre angereichert hat, pack ich meinen gesamten Sonnenschutz aus und schütze mich so gut am Kopf, wie es geht.
- Außerdem zieh ich meine kurze Hose an – Yeah, “De korte broek kan aan!” (https://kanikeenkortebroekaan.nl)

- Wir kommen – erstaunlicherweise, so schwierig, wie es war, hier in der Region Unterkünfte zu finden – durch einige kleine Örtchen, die allesamt sehr idyllisch sind.










- Die größte Überraschung bietet uns wohl das Städtchen Senonches, das rund um Kilometer 20 auftaucht: Breite Alleen, wunderschön alte Steinhäuser und ein See, an dem einige Leute sich auf Campingstühlen versammelt und ihre Angeln ausgeworfen haben, prägen das Ortsbild.




- Und: Es gibt ein Schloss! Kurz überlegen wir, ob wir diesem einen Besuch abstatten, doch es ist schon relativ spät, unsere Beine recht müde und noch mehr als 10 Kilometer liegen vor uns.



- Daher gönnen wir uns stattdessen nur eine kurze Pause mit Eis – njam!
- Wir kommen an einem Park mit Obstbäumen in voller Blütenpracht vorbei, wo wir sofort in Japan-Stimmung versetzt werden und nostalgisch an den tollen Japanurlaub mit Matthäus’ Familie vor ein paar Jahren zurückdenken.


- Ein großes Stück des Weges führt schnurgerade durch den Wald, worüber wir uns zuerst sehr freuen, da wir uns denken: “Ha, endlich Schatten!”, bis wir feststellen, dass die Sonne genau in dem Winkel einfällt, dass sie direkt geradeaus in die Schneise und somit auf uns scheint.

















- Weiter geht es über tolle Wege, teils durch den Wald, teils über Felder, teils auch durch kleine Orte, bis hinein ins wunderschöne Dampierre, ein super kleiner Ort, der uns auch total in seiner Schönheit überrascht und wo sich unsere heutige Unterkunft befindet.






- In dieser werden wir herzlichst von unserer Gastlady, Sandrine, empfangen, die uns unser Appartement im ersten Stock zeigt und uns anbietet, hart gekochte Eier vorbeizubringen – von ihren eigenen Hendln (obwohl wir uns nicht ganz sicher sind mit dem “hartgekocht”, das haben wir zumindest mit unserem rudimentären Französisch so verstanden) – kurz fragen wir uns, ob wir Eierpecken riskieren wollen, oder lieber das Ei vorsichtig schälen.

- Wir genießen den wunderschönen Sonnenuntergang, die angenehme Ruhe und freuen uns, die Füße endlich hochzulegen.


Sonntag, 14. April


Die noble Pferde-Ranch
- Gemütlich Aufstehen, Frühstück, los geht’s.
- Sandrine ist mega lieb und kommt noch einmal in der Früh vorbei, um sich zu verabschieden und bringt sogar vier Eier vorbei – mega!

- Mittlerweile wieder sonnig, aber nicht ganz so heiß wie gestern.
- Unser Weg ist endlich wieder markiert – wir folgen der GR35-Liaison oder so ähnlich – direttissima nach Dreux.
- Der Weg führt heute über sehr schöne Feldwege und Wiesen – es ist mega entspannt zum Gehen, wir kommen super voran – alles in allem ein toller Wandertag!











- Vor allem passieren wir einige kleine Dörfchen, die jeweils aus einer schönen, alten Steinkirche, einer Mairie und fünf bis zehn Häusern bestehen – das Gegenteil von den chinesischen Mega-Städten, von denen Christoph, Matthäus Bruder, gestern beim Telefonieren erzählt hat.







- Die Orte überraschen uns allerdings alle in Punkto Schönheit: Die alten, massiven Steinhäuser sind großteils in gutem Zustand, super gepflegt und da gerade alles (fragt mich nicht, was genau) in allen möglichen Farben blüht, ist das Gesamtbild sehr herzeigbar.
- Wir kommen bei zwei kleineren Chateaus vorbei, die allerdings jeweils sehr privat und abgesperrt sind.





- Den ganzen Tag waren wir schon auf der Suche nach einem Bankerl – am besten im Schatten, aber sowohl Bankerl als auch Schatten sind rar heute, geschweige denn beides auf einmal.
- Erst bei Kilometer 14 (von den ca. 18 heute) kommt eine Busstation des Weges mit Bankerl!

- Obwohl, das haben wir mittlerweile auch bemerkt: Wir werden immer fitter, so dass wir auch weniger und später erst Pausen brauchen.
- Wir gönnen uns eine Jause und Pause, bevor es auf die letzten Kilometer weiter geht Richtung Crécy-Couvé.













- Crécy ist so klein (aber weniger fein, I am sorry to say), wie die anderen Orte, trotzdem ist alles weit auseinandergezogen und weitläufig, so dass es ein bisschen an Amerikanische Kleinstädte errinnert – nur doch ein bisschen schöner und mit kleineren Autos.
- Am Ende des Ortes ist der Google-Maps-Marker der Unterkunft – mitten auf der Straße.
- Wir bekommen einen kurzen Schreck: War das doch ein Scam? Gibt es die Unterkunft überhaupt?
- Doch dann entdecken wir kurz hinter dem Ortsschild das Eingangstor der super fancy Pferderanch, auf der wir heute unsere Übernachtung gebucht haben.


- Wir stehen da nun also vor dem riesigen Tor etwas verloren mit unseren Wanderrucksäcken und suchen eine Klingel, die wir nicht entdecken – stattdessen eine Kamera, die uns beobachtet.
- Matthäus zückt sein Handy und ich rufe an, um Bescheid zu sagen, dass wir vor dem Tor stehen.
- Keine zwei Sekunden später öffnet es sich langsam und vor uns erscheint eine riesige, herrschaftliches-Gut-breite Allee, von der kein Ende erkennbar ist.
- Na super, denken wir, jetzt können wir auch noch einen extra Kilometer auf der Pferderanch wandern…

- So weit ist es doch nicht, bald schon sehen wir unseren Gastgeber, David, der etwas verdutzt dreinschauend, dann aber wild winkend auf uns am Ende der Allee vor einer Ansammlung sehr herrschaftlich aussehender Häuser wartet.
- Auch er und seine Freundin, Eudoxie, stellen sich als super freundlich und total herzlich heraus, allerdings, Wanderer haben sie noch nie so beherbergt, meint er, normalerweise würden die Leute mit dem Auto anreisen.
- Das merkt man, denn er zeigt uns das Zimmer, die Gemeinschaftsküche mit Kaffeemaschine (zu meinem Entzücken) und einer riesigen Tee-Sammlung, wie man sie an einem solchen Ort auch erwarten würde, und meint dann: “Das restliche Gelände könnt ihr euch gerne später anschauen, scheut nicht, einfach auf der Pferderanch herumwandern und euch umzuschauen!”
- Ähm, wir möchten nicht noch mehr wandern, danke auch…
- Dafür nutzen wir den Gemeinschaftsraum, der total gemütlich ist, in vollen Züge und entspannen.


- Es gibt sogar eine Badewanne, die ich natürlich dann auch noch zum krönenden Abschluss des Tages nutze. =)
