Washington, D.C.

Washington, D.C.

Zu Besuch bei Magda & Michi

Dienstag, 31.10.

Happy Halloween

  • Heute geht es ab mit dem Flugzeug nach Washington, DC.
  • Wir probieren die Lyft App zu installieren, es funktioniert über den Promo Link aber irgendwie nicht, nehmen daher ein Uber, das allerdings dank App ein bisschen irgendwo hinfahrt.
  • Mithilfe von Google Maps und ein bisschen Menschenverstand (na wahrscheinlich ist es eher der riesige Wohnblock als das leere Feld dort) finden wir doch noch Magdas und Michis Wohnungsgebäude auf dem wirklich fancy aussehenden Campus.
  • Magda und Michi empfangen uns schon herzlich und wir beschließen, gemeinsam Abendessen am Campus zu gehen.
  • Dazu überqueren wir die riesige Wiese auf den geschwungenen Fußwegen, die zwar nett ausschauen, aber fußgängertechnisch eher unpraktisch sind, da sie nur auf Umwegen zum Ziel führen.
  • Wir erreichen das Hauptgebäude, ein langgezogenes, architektonisch modernes, in den Hang hineingebautes gläsernes Gebäude, das sich durchaus sehen lässt – to say the least.
  • Darin befinden sich die Laboratorien, die meisten Büros, Seminarräume, Vortragsräume, Meetingräume und auch die Cafeteria und Restaurants.
  • Im sehr gut subventionierten bzw. vom Research Institute geförderten Restaurant, in dem man auch nur mit Campuskarte zahlen kann, essen wir also zu Abend und plaudern mit Magda und Michi.
  • Es ist total schön, wieder unter Freunden zu sein, mit denen wir vertraut sind und mit denen man einfach unbeschwert quatschen kann – wir fühlen uns sofort wohl hier und genießen das leicht heimische Gefühl, das wir dadurch bekommen und das man nach ein paar Wochen reisen schon ein bisschen vermisst.
  • Nach dem Abendessen trinken wir noch gemeinsam Bier in ihrer Wohnung, plaudern ein bisschen mehr und ziehen dann aber bald schon, da wir nach der Reise doch auch bisschen müde sind, ins Bett.

Mittwoch, 1.11.

Der Campus Live oder Das Campus Life

  • Frühstück im Restaurant – richtig amerikanisch.
  • Michi gibt uns eine Campusführung – wir starten im großen Janelia Hauptgebäude, wo neben Restaurant und Arbeitsplätzen etc. auch ein Sportcenter ist, mit Fitnesscenter, Tennisplätzen, etc. etc. und – das Highlight – einer Boulderwand!!
  • Diese wird sogar von einem professionellem Routensetzer regelmäßig umgesteckt, sodass es immer wieder neue Routen gibt, und wir beschließen sogleich, sie im Laufe der Zeit, in der wir hier sind zumindest einmal zu benutzen – dafür hätte ich nicht einmal Kletterschuhe und Chalk mitnehmen brauchen, denn beides steht einem auch einfach im Boulderzentrum zur Verfügung.
  • Das Janelia Research Center wird betrieben von einer Stiftung, die unter anderem an Mikroskopietechniken forschen und um die sich, wie Magda erzählt, natürlich dank des abgeschotteten Campus und in den Berg hineingebauten Hauptgebäudes einige Legenden ranken. Die Leute zerbrechen sich den Kopf darüber, was wohl in den Labors tatsächlich geforscht und gezüchtet wird – wie in so einem James Bond Film.
  • Das Highlight des Campus – neben den riesigen Grünflächen – finde ich, ist das alte Herrenhaus, das hier ursprünglich stand und auf dessen Gelände der Campus gebaut wurde.
  • Neben diesem befinden sich die ehemaligen Ställe und beide bieten gemütliche Sitzgelegenheiten für informelle Meetings, aber auch zum einfach entspannt Arbeiten, Lesen und in den Ställen gibt es sogar eine Bar, die gelegenheitsmäßig genutzt wird.
  • In das Herrenhaus setzen wir uns auch gemeinsam mit Michi, der für uns einen Seminarraum reserviert hat, und Matthäus und ich ziehen uns in einen sehr hellen verandamäßigen Meetingraum zurück, um mit unseren Eltern zu skypen und wieder ein paar organisatorische Dinge zu erledigen – es ist wunderschön in den hellen Räumen mit der einfallenden warmen Herbstsonne.
  • Zu Mittag gehen wir mit Michi, von dem wir ja dank Campuskarte abhängig sind (selbst um ins Gebäude zu kommen), Essen im Restaurant.
  • Gemeinsam machen wir dann einen Verdauungsspaziergang auf die Insel, die auch noch zum Campus dazugehört, auf dem hier fließenden Potomac River.
  • Fun Fact, erzählt Michi, die Insel liegt genau an der Grenze zwischen den Staaten Maryland und Virginia und manchmal sind hier Jugendliche abgehängt – doch wenn etwas passierte und die Rettung oder Polizei gerufen werden musste, wurde die aus Maryland benachrichtigt, die natürlich viel länger herbrauchte.
  • Mittlerweile ist die Insel für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich und man erreicht sie nur mit der Campuskarte.
  • Magda und Michi vergleichen sie mit der Donauinsel – sie ist zwar natürlich nicht so lang, aber ein beliebtes Naherholugsgebiet, das zum Laufen, Radfahren und Spazieren gerne genutzt wird.
  • Auf dem Weg dahin kommen wir noch beim Gebäude, in dem der Researchcampusleiter wohnt, vorbei, ein gar nicht so auffälliges, aber nettes und definitiv ausreichend großes Haus.
  • Dann führt ein asphaltierter Weg in die „Wildnis“.
  • Anscheinend ist gerade Schlangenschlüpfzeit, denn auf dem asphaltierten Weg tümmeln sich kleine Schlangen, die gemütlich auf dem warme Asphalt chillen – ich bin super begeistert (NOT).
  • Schilder warnen uns vor Bären und davor, dass man nicht trespassen soll.
  • Wir spazieren ein bisschen die Insel entlang, die sehr schön ist, und genießen die Strahlen der Herbstsonne, die durch die in allen Herbstfarben erstrahlende Blätterdecke der Bäume fällt – ein toller Anblick.
  • Retour geht es zum Herrenhaus, damit Michi auch noch ein bisschen Arbeit unterbringt heute, wo ich mir zuerst einmal einen guten – gratis – Kaffee gönne =) und wir dann noch ein bisschen im Verandazimmer arbeiten, lesen, schreiben.
  • Am Abend findet der Musikabend statt, eine tolle Veranstaltung, bei dem jeder, der gerne möchte, eingeladen ist, eine musikalische Einlage zu gestalten und auf einer Bühne in einer Art Vortragssaal aufzutreten vor einem Publikum.
  • Michi spielt in einer Band, die natürlich auftritt und einige Stücke einstudiert hat – sie hatten ein bisschen last Minute Schwierigkeiten, da ihre Sänger mit Covid im Bett liegt und Magda, die auch in der Band spielt, auch noch ein bisschen angeschlagen und auch kurzfristig ausgefallen ist.
  • Aber Michi meint, keine Sorge, sie haben umdisponiert und Stücke eingeübt, die sie mit der restlichen Besetzung spielen können.
  • Matthäus und ich nehmen gemütlich in den Zuschauerrängen Platz und lauschen den musikalischen Einlagen, die sehr vielfältig sind.
  • Es gibt für so einen kleinen Campus erstaunlich viel musikalisches Talent und es macht Spaß, dem Jam so zuzuschauen.
  • Zwischendurch besorgen wir im Restaurant mit Michi (und seiner Karte) Bier und Michi erzählt, dass sie bei manchen ihrer Nummern Schwierigkeiten haben, einen spontanen Ersatz für die Sängerin aufzutreiben – zum Beispiel „Smells like team spirit“ von Nirvana hat einen total crazy Text, den muss man mal hinbekommen.
  • Extra für uns hat Michi mit seiner Band noch das Lied „Nothing Else Matters“ von Metallica einstudiert und hält eine bewegende Ansprache, in der er erzählt, dass zwei Freunde von ihm da sind, die diesen Sommer geheiratet haben und denen er dieses Lied widmet (unser Hochzeitssong immerhin) – voll mega lieb, ich bin echt gerührt.
  • Natürlich tanzen wir den schönen Walzer auch sogleich neben der Bühne auf kleinem Raum, aber mit mehr Platz als auf manchem Wiener Ball, mit – was beim Publikum auf Begeisterung stößt, genauso wie natürlich die Performance der Band.
  • Das war ja mal ein toller Abend!

Donnerstag, 2.11.

Washington D.C.

Wie nah kommt man eigentlich zum Weißen Haus?

  • Früh starten wir heute los, denn schließlich planen wir den Tag in Washington, D.C. zu verbringen und nutzen dafür das Janelia Shuttle, das eigentlich dafür gedacht ist, Angestellte, die in Washington wohnen, zum Campus zu bringen.
  • Wir fahren also mit dem leeren Shuttle in die Stadt, wo wir mit der U-Bahn the Mall erreichen, wo sich ein Smithsonian Museum an das andere reiht und wo auch die ganzen offiziellen Regierungsgebäude liegen.
  • Bei einem kleinen Café besorgen wir uns zunächst einmal ein kleines Frühstück, das wir im Café sitzend essen, wobei wir die vielen gehetzten Leute beobachten, die sich hier schnell etwas vor der Arbeit holen – alle sehr gediegen gekleidet, die meisten im Anzug und Business Gewand und viele kennen einander, nicken sich zu oder führen ein bisschen Smalltalk beim auf-den-Kaffee-Warten.
  • Das Café befindet sich ganz in der Nähe des Weißen Hauses, zu dem wir sogleich hinschauen, wobei wir feststellen, dass man nicht sehr nahe hinkommt und man das Gebäude eher aus der Ferne betrachten muss.
  • Trotzdem beeindruckend, das Gebäude zu sehen, in dem so viel Geschichte geschrieben wurde.
  • Am Obelisken vorbei, ah „Nein, Magda, nicht der Obelisk, sondern das Washington Monument.“, so Michi, spazieren wir zum Tidal Basin, einer großen runden Bucht, an der und um die herum verstreut sehr viele Memorials im Gedenken an Kriege und Statuen zu Ehren von allen möglichen wichtigen Präsidenten errichtet wurden.
  • Die Herbstsonne lässt uns wieder einmal nicht im Stich und zeigt sich von ihrer besten Seite, was natürlich toll ist, um am Basin entlangzuspazieren und die Monumente in ihrer vollen Pracht vor einem strahlend blauen Himmel zu betrachten.
  • Die Mall entlang spazieren wir retour zu den Smithsonian Museen, wo wir – auf Magda und Michis Empfehlung hin – in ein paar hineinschauen.
  • Das ist wirklich großartig, die wirklich super aufbereiteten und schön gestalteten Museen sind alle gratis und daher ist es auch voll ok, nur kurz in eines hineinzuschauen, um z.B. die Architektur der schönen Gebäude genauer zu bewundern.
    Zuerst schauen wir ins Naturhistorische Museum, in dem sich Dinosaurierskelette und Mamutskelette und – das Highlight – eine Manateefigur befinden.
  • Durch einen Skulpturenpark gelangen wir zum Kunsthistorischen Museum, wo wir herausgefunden haben, dass zwei Gemälde von Vermeer hängen, die wir gerne anschauen möchten, da wir ja auch vor kurzem den Film über die große Vermeerausstellung in Amsterdam angeschaut haben und im Vermeer Zentrum in Delft waren.
  • Wir entdecken auch einige Monets, die ich ja besonders gerne anschaue, und wir entdecken lustigerweise genau den Monet, den wir als Plakat besitzen mit Schiffen – voll nice.
  • Das Original stellt sich als super klein heraus, was uns voll überrascht, haben wir doch das Bild in den letzten Jahren täglich in viel größer betrachtet.
  • Das nächste und auch sehr spannende Smithsonian Museum, das wir besuchen, ist das Space Museum, das eigentlich auf zwei Museen aufgeteilt ist, wobei die Außenstelle, in der sich viele der großen Flugzeug- und Spacecraft-Modelle befinden, außerhalb Washingtons liegt und sich hier in der Stadt nur kleinere Modelle und eine komprimierte Ausstellung befinden – vor allem, da das Museum gerade umgebaut und erweitert wird.
  • Trotzdem sehen wir original Flugmaschinen der Gebrüder Wright, was sehr beeindruckend ist.
  • Und können in das Cockpit einer Boeing 747 hineinschauen, was auch voll spannend ist – nice!
  • Schließlich beenden wir unseren Spaziergang beim Kapitol, das das krönende Ende der Mall bildet und uns schon lange in seiner weißen Pracht entgegenstrahlt.
  • Leider hat nun schon alles zu und wir können das große Gebäude nur von außen betrachten, bevor wir mit dem Shuttle und zu einem wunderschönen Sonnenuntergang retour zum Janelia Campus fahren.
  • Dort gehen Michi und ich eine Runde Bouldern und Magda bouldert zwar nicht, kommt aber mit uns in die Boulderhalle (und schießt stattdessen tolle Fotos =)).
  • Es macht mega Spaß und ich bin sehr beeindruckt von der Vielfalt der Routen, die es hier gibt – voll nice!
  • Wir lassen den Abend noch in Magda und Michis Wohnung ausklingen, bevor wir alle recht müde ins Bett fallen.

Freitag, 3.11.

Washington, D.C.

Hipsterviertel und Geheimagenten

  • Wieder geht es mit dem Shuttle hinein in die Stadt.
  • Heute haben wir uns gedacht, schauen wir mal in andere Viertel, die ganz nett sein sollen und starten unsere Tour beim Dupont Circle.
  • Dort setzen wir uns traditionsgemäß zunächst einmal in ein Café, in dem wir frühstücken.
  • Dann machen wir die im Reiseführer, den wir von Magda und Michi ausgeborgt haben, vorgeschlagene Tour, die uns durch das Viertel führt.
  • Hier wimmelt es nur so von Botschaften, die hier überall verstreut im Viertel liegen.
  • Dazwischen befinden sich sehr, sehr gediegene Wohnsiedlungen, die hauptsächlich Wohnraum für Diplomaten bieten (niemand sonst kann sich das leisten).
  • Auf einmal wird die Straße abgesperrt und wir wundern uns, was abgeht, aber so wie die anderen Menschen reagieren, gehört das hier zum Alltag: Kurz darauf fährt unter Polizeischutz ein Botschaftsauto, nein eher ein Botschaftsautokorso vorbei – bestehend aus mehreren dicken schwarzen SUVs mit verspiegelten Scheiben.
  • Vom Dupont Circle aus spazieren wir Richtung Georgetown, ein weiteres fancy, aber auch schönes Viertel, in dem es nur so von Villen wimmelt.
  • Dazu überqueren wir eine Brücke.
  • Auf dieser bleiben wir stehen und schauen staunend hinunter:
  • Ich zu Matthäus: „Schau amal, der Fluss, wie er voll schön in der Sonne glänzt.“ Matthäus schaut mich verdattert an und meint dann langsam: „Marie, das ist die Autobahn…“ Ich schau genauer hin, aja, es ist die Autobahn. Matthäus: „Aber gut, schaust nicht so genau hin, dann bleibt die Illusion bestehen, ooh, wie schön der Fluss über die Steine rauscht.“
  • In der Herbstsonne schauen die von Bäumen gesäumten Straßen mit den Backsteingebäuden natürlich noch toller aus.
  • Auch Halloween Dekoration sehen wir an allen Ecken und Enden.
  • Wir beschließen, das schöne Wetter noch mehr zu nutzen und spazieren zu einem Landhaus, fast schon Schloss, das einen Garten/ Park rundherum hat, in dem man laut Reiseführer „wunderbar spazieren“ kann.
  • Praktischerweise musste man nur bis Ende Oktober dafür Eintritt bezahlen, ab November kann man gratis in den riesigen Park hinein.
  • Der verschlungene und wirklich schön angelegte Landschaftsgarten lädt praktisch dazu ein, inspirierender Romanstoff zu sein.
  • Tatsächlich fanden hier viele diplomatische Treffen statt und auch Spionage:
  • Zum Beispiel habe ich einen Washington Post Artikel gefunden, in dem ein solches Szenario geschildert wird (‚Spies spies everywhere – A journey through D.C. espionage‘): ‚In einer Szene, die eines John le Carré-Romans würdig ist, organisierte Jonathan Pollard, ein ehemaliger US-Geheimdienstanalyst und Spion für Israel, ein geheimes Treffen mit seinem israelischen Kontaktmann auf einer Bank im Garten der Dumbarton Oaks Research Library and Collection. In dieser idyllischen Umgebung verhandelten die beiden über die Bezahlung, die Pollard für geheime Dokumente erhalten sollte.‘
  • Wir rätseln natürlich auf unserem Spaziergang durch den Garten, in welcher Ecke dieses Treffen wohl stattgefunden hat…
    Hinter dem Garten liegt ein Park, in den wir allerdings nicht kommen – da stoßen wir auf eine Tür mit Vorhängeschloss, die uns den Weg versperrt.
  • Wir genießen wirklich den schönen Garten in der Herbstsonne – es ist wunderschön und echt erholsam.
  • Zurück geht es ins Getümmel, das mittlerweile auch schon dichter wird, und wir setzen uns noch in ein Café.
  • Vor allem in dem einen Hipsterviertel, in dem wir unterwegs sind, wimmelt es mittlerweile vor Leuten, die auf einer Freitag Nachmittags Ausgeh- und Shoppingtour unterwegs sind.
    Über eine große Brücke queren wir den Potomac River und erreichen wieder das Viertel, von dem aus unser Shuttle retour fahrt.
  • Da wir noch ein bisschen Zeit haben, fahren wir mit der U-Bahn zu einem Target, der etwas auserhalb liegt, um für Magda und Michi ein Spirit Island Spiel zu besorgen, das es exklusiv bei Target gibt.
  • Dabei kommen wir am Pentagon vorbei, von dem man allerdings nicht viel sieht so von der U Bahn aus.
  • Zurück am Campus schauen wir bei Magda und Michi vorbei, chillen uns wieder einmal in ihre Wohnung, wo wir mit dem neuen Geschenk einen Spieleabend veranstalten.
  • Dabei gibt es erst einmal Gelächter, denn Magda und Michis letzte Erfahrung mit dem Spiel war eher ein Epic Fail: Da waren sie bei Anna und Felix, die richtige Spirit Island Fans sind, und Magda hat es nach langem Aufbauen und einer noch längeren Erklärung geschafft, ihr Wasserglas quer übers Spielfeld zu schütten, so dass sie dann den restlichen Abend damit verbracht haben, alle Spielkarten zu trocknen.
  • Die Wassergläser trauen wir uns trotzdem auf den Tisch zu stellen, sind aber extra vorsichtig, muss man sagen.
  • Es macht mega Spaß und wir tun so unser Bestes, in der Traumabewältigung ein bisschen zu helfen.

Samstag, 4.11.

Discovery, Concorde und Enola Gay

  • Da Magda und Michi ja jetzt am Wochenende auch frei haben, beschließen wir heute noch etwas gemeinsam zu unternehmen und fahren in die Außenstelle des Smithsonian Space Museums.
  • Das besteht aus mehreren riesigen, zusammenhängenden Hallen, in denen sowohl eine Flugzeug- als auch eine Space-Ausstellung ist.
  • Wir starten mit den Flugzeugen, da die näher beim Eingang sind und zwar halbwegs chronologisch.
  • Als wir allerdings nach einer Stunde gerade einmal beim 5. (von 50?!) Flugzeugen sind, meint Magda vernünftigerweise, dass wir uns zumindest ein bisschen schneller bewegen sollten, wenn wir es noch in die Space Ausstellung schaffen möchten.
  • Matthäus entdeckt auf der Website des Museums online Rundgänge und einer davon ist „Women in Aerospace“ themed, was mich natürlich sofort begeistert.
  • Auf dem Rundgang entdecken wir so einige tolle Dinge:
    Die Lockheed SR-71 Blackbird, ein superschön schlankes, elegantes schwarzes Flugzeug, zu ihrer Zeit das schnellste Jet-getriebene Flugzeug und ein wichtiger Meilenstein in der Zeit des kalten Krieges.
  • Marta Bohn-Meyer, die Operations Engineer für die F-104 und F-14 war, wurde erstes weibliches Crew Mitglied der Blackbird.
  • Wir sehen eine Curtiss JN-4D, ein Flugzeug, das nach dem Krieg viel für Flugshows und zum Kunststücke Fliegen genutzt wurde, so auch von Bessie Coleman, die die erste Afrikanisch-Amerikanische Pilotin wurde im Jahr 1921, wobei sie ihre Internationale Pilotenlizenz in Frankreich bekam.
  • Wir sehen auch die Enola Gay, eines der Flugzeuge, das die Atombomben über Japan abgeworfen hat.
  • Und ein weiteres Highlight der Ausstellung ist sicherlich die Concorde, die mit ihrer Größe sowieso die große Flugzeughalle dominiert.
  • Als erstes Flugzeug, das supersonische Geschwindigkeiten erreicht, ist die Concorde natürlich in die Geschichte eingegangen – Jacqueline Auriol war die erste Frau, die die Concorde als Pilotin flug und die zweite Frau, die die Schallgrenze durchbrach.
  • Über der Concorde hängt die Beechcraft King Air 65-90, ein Flugzeug der Beech Aircraft Company, eine Firma, die von Olive Ann Beech als Präsidentin und Chairwoman geleitet wurde und die auch im großen Space Programm der USA involviert war.
  • Olive Ann Beech wurde berühmt als die „First Lady of Aviation“, da sie mehr Awards, Honarary Appointments und Special Citations bekam als irgendeine andere Frau in der Aviation Geschichte.
  • Wir müssen ein bisschen lachen, als wir entdecken, dass die Kapsel von Felix Baumgartner hier ausgestellt ist.
  • Endlich also schaffen wir es in den Space Bereich, in dem man nicht anders kann, als zuerst einmal mit offenem Mund und voller „Ooohs und aaahs“ vor der Discovery stehen zu bleiben, die den ganzen Bereich dominiert.
  • Das Space Shuttle ist eines der drei noch überlebenden Space Shuttles aus dem berühmten Space Shuttle Programm der USA.
  • Man sieht, dass es benutzt wurde, denn es schaut auch ein bisschen mitgenommen aus.
  • Dank einer Gallerie kann man es von allen Seiten, auch von oben, bewundern, was wir natürlich auch tun.
  • Wir schauen uns noch ein bisschen die Space Ausstellung an, bevor wir uns am Rückweg machen.
  • Am Campus gönnen wir uns noch ein letztes gemeinsames Mittagessen, wobei ich nicht widerstehen kann und das crazy Gericht, das aber voll das Ding zu sein scheint, Chicken and Waffles, zu probieren.
  • Dabei erhält man genau, was es verspricht: Chicken und Waffles und dazu Sirup und Schlagobers, in die man beides eintunken kann.
  • Dazu trinke ich einen Kaffee, obwohl ich kurz verwirrt bin, ob ich es noch als Frühstück betrachten soll oder eher als Mittagessen.
  • Mit dem Uber geht es wieder ab zum Flughafen und schon heißt es – ciao Magda und Michi und danke für die tolle Zeit!

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